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1 (1843)
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den. Der Republikanerstolz rührte sich: der Patriotismus eines gan-zen Volkes läßt sich nicht ungestraft verwunden. Da der Rath befürch-tete, er könnte die Oligarchie der Berner durch einen unzulässigen Be-schluß erzürnen, gab er drei Bürgern den Auftrag, mit Bern über dieStreitpuncte zu verhandeln. Die Wahl war glücklich. Johann Bullin,Amadeus von Chapeaurouge, und Johann Gabriel von Monathon wa-ren gute Patrioten. Johann Bullin gehörte einer der ältesten Fami-lien von Genf an; er war Botschafter bei den Bünden mit BesanyonHugues, Johann Philipp und Amadäus Girard im Jahre 1530, undwar im Jahre 1538 zum Syndicus gewählt worden. Amadeus vonChapeaurouge, oder wie er sich gewöhnlich Unterzeichnete, Ami Cha-peau-Roge, war Mitglied des Jahres in den Jahren 1529, 30und 31. Johann Gabriel von Monathcn war auch von einemalten Stamme. Man glaubte zuversichtlich, daß sie die Stadt mitMuth vertheidigcn würden. Sei es aber, daß die Deputaten geheimeAufträge hatten, oder daß sie sich fest vorgefetzt hatten, einen feindlichenUeberfall in ihr Land zu verhindern: sie Unterzeichneten einen Vertrag,in welchem sie die Ansprüche, welche Bern auf das Kapitel und dieEnklaven von St. Victor machte, förmlich anerkannten. AufgereiztLurch die Kalvinisten, bewillkommte die Bevölkerung Genfs die Abge-sandten bei ihrer Rückkehr mit Spott und Hohn. Man rief: Laßtdie Unterhändler durch! Die fanatisirte Menge vergaß plötzlich ein inMühen vorwurfsfrei zugebrachtes Leben, das durch dem Lande geweihteDienste ausgezeichnet war; sie vergaß einen Arel, der sich nie untreugeworden war, weder auf dem Schlachtfelde, noch in der Lenkung desStaates, oder im Familienleben. Es war nicht nur ein roher Spaß,welchen diese Partei an der Person ihrer Abgeordneten verübte, sondernauch eine Verrätherei. Der kleine Rath wurde in Schrecken versetztund weigerte sich, die Uebereinkunft anzuerkenncn; und als die unzu-friedenen Aeußerungen der Anhänger des Verbannten immer lauter wur-den, entschlossen sie sich, die Patrioten zu opfern. Das war eine nie-derträchtige Handlungsweise.

Die Unterhandelnden hatten zahlreiche Freunde, aber auch erbitterteFeinde. Was ihnen zum Schaden gereichte, war der Schutz Berns.Der kleine Rath hatte die Absicht gehabt, sie einkerkern zu lassen (27.Jänner); bei einer General-Versammlung (1. Februar) bewiesen sieihre Unschulv und beschämten ihre Gegner. Es war ein schöner Sieg,an dem sie sich aber vcrrechneten. Da sie kein Unterpfand ihrer Sicherheitfür die Zukunst hatten, brachten sie cs, auf das Ansuchen Berns ge-stützt, dahin, daß an die Spitze der Miliz ein sehr entschlossener Mann