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1 (1843)
Entstehung
Seite
351
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lebhafter; die Flüchtlinge beleidigten die Prävicanten in den Straßen,lachten laut über ihre Predigten, und weigerten sich, die Communionaus ihren Händen zu empfangen. Wenn die Syndici von ihrer Auto-rität Gebrauch machten, klagten die Calvinisten sie der Hinneigungzum Götzendienste an: die größte Unordnung herrschte in der Stadt.Wurde eine dogmatische Streitfrage erhoben, so konnte man keinenTheologen finden, der nur irgend eine genügende Entscheidung zu fällenim Stande war: so rief man sich dann die Namen Farcl's und Cal-vin's wieder in's Gedächtniß zurück. Die entmuthigten Prediger ver-langten ihre Entlassung. Sie wurde ihnen verweigert.

Damals nahm es Jakob Bernhard auf sich, an Calvin einenBrief zu schreiben, welcher eines cntkutteten Mönchs würdig ist.Komm also, mein ehrwürdiger Vater in Christo.... Du bist derunsere, Gott der Herr hat dich uns gegeben; Alle seufzen nach dir;du wirst sehen, wie angenehm deine Ankunft Allen sein wird. Duwirst mich kennen lernen. Ich bin nicht der, als den mich lügnerischeBerichte schilderten, sondern ein treuer, aufrichtiger Freund. Zögerenicht zu kommen und Genf zu sehen, ein neues Volk, erneuert durchGottes Gnade, ein Werk des Viret. Gott gebe, daß du nicht säu-mest zu kommen. Würdige unsere Kirche deiner Hilfe, sonst wird Gottder Herr aus deiner Hand unser Blut fordern; denn du sollst derWächter des Hauses Israel bei uns sein." '0

Wir erwarten, Calvin werde einige Zeilen antworten; aber nein.Man muß ihm sein Stillschweigen verzeihen, oder vielleicht die Klug-heit Derjenigen loben, welche die Briefe des Reformators gesammelthaben, und welche doch seine Antwort hätten lesen müssen. Wie konnteer da einen Eindringling loben?

Das Feld der innern Streitigkeiten erweiterte sich von Tag zuTag. Bern, welches das Wadtland an sich gerissen hatte, gelüstete esauch nach Genf; das wäre sein schönster Schmuck gewesen.. Die Gü-ter des Kapitels von St. Victor waren von den Aemtern Terni undGaillard eingeschlossen, um deren Eigenthum cs stritt. Anfänglich warseine Sprache herzlich gewesen, dann ist sie kühn und drohend gewor-

t) Kieot. Iristoire de 6eneve, t. k, ji. 369. etc.

2) Veni erg», venersndc mi pstcr ii> tllmisto.... t.ognosces me insupcrnon gnslem tisetemn; relations guorumdam, sec! pium, sincerum sc

lidclem krstrem sc smicum tuum_Vsle, ecclesise nostrse u>gner>5

snccurrere, nüugui reginret de msnu tu» ssnguiuem nostrnm Itomi-innr ltens. d'uus dacodus iternardus , mimster evsngelicus. Oenevse, 6.