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1 (1843)
Entstehung
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Ordnung beibehaltcn, welche Luther beobachtete, der zuerst das Gesetz er-klärt, dann das Dogma oder den Glauben darstellt und zuletzt zumGebote übergeht. Calvin beobachtet eine vernünftigere Aufeinander-folge. Sein Verfahren ist folgendes:

Welches ist die wahre Erkenntnis Gottes?"

Wenn wir ihn kennen, um ihn zu ehren."

Welches ist die rechte Art, ihn zu ehren?"

Wenn wir 1. unser Vertrauen auf ihn setzen.

2. Wenn wir ihm dienen, indem wir seinen Willen thun.

3. Wenn wir ihn anflehen in unfern Nöthen, unsereHoffnung, unser Heil, unsere zeitliche Wohlfahrtauf ihn gründen.

4. Wenn wir mit Herz und Mund bekennen, daßAlles von ihm kommt.

Der Grund eines wahren Glaubens besteht in der AnschauungGottes in Jesus Christus; aus dieser ascetischen Beschauung geht dasapostolische Glaubensbekenntniß hervor, welches in vier Theilen abge-handelt wird: der Vater, der Sohn, der heilige Geist und die Kirche.

Von dem Glauben geht er zu den Werken über, zur Buße, zumGesetz und zu den zehn Geboten; dann folgt, was er denwahrenGottesdienst" nennt, der darin besteht, daß wir den Willen Got-tes thun.

Vom Gesetze geht er zum Gebete über; denn der Mensch bedarfder Hilfe Gottes, um Gottes Willen zu thun.

Das Vater Unser gibt ihm Anlaß zum vierten Artikel überzuge-hen und Gott zu preisen, weil er die Quelle aller Güter ist und sei-ner Kirche sein heiliges Wort und die Sacramente gegeben hat.

An die Spitze seines Formulars stellte der Reformator die unver-schämten Worte:

Es ist in der Kirche immer sehr empfohlen worden, daß man diekleinen Kinder in der christlichen Lehre unterrichten solle. Um dieseszu thun, hatte man nicht nur schon im Alterthume die Schulen undprägte einem Jeden ein, daß er seine Familie wohl unterrichten solle;sondern es wurde auch die öffentliche Anordnung gehalten, daß mandie kleinen Kinder über die Punkte, welche unter allen Christen gemein-schaftlich beobachtet werden sollen, geprüft wurden. Um eine Ordnungim Verfahren beizubehalten, bediente man sich eines Formulars, wel-ches man den Katechismus nannte. Seitdem aber der Teufel die Kirchezertrennte, und den schrecklichen Ruin veranlaßt, von dem man nochallenthalben in der Welt die Spuren sieht, ging diese heilige Ordnung