Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
317
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die Mutter saß an einer kleinen Thüre. Auf einmal warf er sichhinaus über ihr Haupt hinweg, wie durch einen Sturmwind getrieben.Beide wollten ihn zurückhaltcn, aber er flog davon mit solcher Gewalt,daß er gehoben zu werden, nicht zu laufen schien. Ans dem Theiledes Feldes, den er durchschritt, befindet sich eine lebendige, sehr dichteHecke; den Ort haben sie uns gezeigt. Wenn auf beiden Seiten derBoden eben wäre, so hätte doch kein Mensch die Kraft, hinüber zuspringen, ohne Fetzen zurück zu lassen; aber auf der andern Seite isteine hohe Mauer, hinter der Mauer ein steiniger Weg, hvlpricht, un-gefähr wie das Bett eines Waldstroins; nach einem weitern Zwischen-räume kommt eine Fclomauer, der andern gleich, welche auch mit einerdichten, stachlichten Hecke versehen ist. Obgleich nun keine Möglichkeitwar, die nahe Hecke zu überspringen, ohne alle Glieder zu zerschlagen,so wie auf der andern Seite an kein Ersteigen zu denken war, so wurdeer doch im Angesichte der Frauen, wie durch einen Sturmwind in dieentfernten Weinberge hinaufgctragen. Weithin bczcichnetcn sie mit demFinger den Ort, wo er ihrem Auge entschwunden war. Sein Hutwurde hinter jener Stelle an dem Ufer der Rhone gefunden. Schiffs-leute, die man dort hiuschicktc, seinen Leichnam zu suchen, müheten sichohne Erfolg, und von jenem Orte konnte er nicht zur Rhone kommen,ohne jählings hinabzustürzcn. In einer so klaren Sache waren dochnoch einige der Vornehmsten so frech, nickt daran glauben zu wollen.Ich aber rief mir lauter Stimme aus: Wenn ihr glaubet, daß esTeufel gibt, so seht ihr hier deutlich eine Wirkung des Bosen. Die,welche nicht an Gott glauben, verdienen cs, auch mitten in dem Lichteblind zu sein. Den dritten Tag darauf, am Sonntage, predigte ichüber diese Angelegenheit nach dem Rathe der Brüder, und fuhr harther über die, welche eine so klar bewiesene Sache für Fabel hieltenoder so thaten. Ja ich bin so weit gegangen, daß ich gesagt, mehrals zwanzigmal hätte ich mir sehnlichst den Tod gewünscht diese zweiTage über, weil ich Stirnen gesehen, die so gefühllos sind, wenn esdarauf ankommt, Gottes Gerichte zu schauen. Denn hier mehr alsjemals sonst würde die Gottlosigkeit der Unsrigen aufgedeckt. Wenigenur stimmten uns bei dem Worte nach; ich weißt nicht, ob nur Einervom Herzen daran geglaubt. Zwei Thatsachcn führte ich noch dazuan, die, wenn nicht so merkwürdig, doch auch der Erwähnung nichtnnwerth sind."

An einem Sonntage ging ein Trunkenbold ins Wirthshaus undverlangte Wein; er that einen falschen Schritt, siel auf die Spitze sei-nes Schwertes und starb gleich darauf."