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daß der Teufel, welcher die Seele des Sünders überwinden könne,unmächtig sei, die Seele desjenigen zu beunruhigen, der an Christus,den Erlöser glaube. Er gab nicht wie Luther die Beschwörung derKinder zu. Er sagte von unfern beschwörenden -Priestern: „Sie be-greifen nicht, daß sic selbst besessen sind: sie thun, als wenn sie die Ge-walt hätten, durch Auflegung der Hände zu wirken; sic werden den Teu-fel aber nie überzeugen, daß sic diese Gabe haben; erstlich weil sie nichtsüber den Kranken vermögen, zweitens weil sie selbst des Teufels sind;es ist kaum einer unter ihnen, der nicht vom Teufel besessen ist." ')
Calvin glaubte an Besessene; man findet in seinen Briefen anBirct die Erzählung von einer durch den Teufel bewirkten Hinwegneh-mung in der Nähe von Genf.
Ein Mann, dessen Namen er uns nicht nennt, lebte aus demager tnguriiim, wo ihm die Frau und vier Kinder an der Pest ge-storben waren. „Er war ein böser, nichtswürdiger Mensch," sagtCalvin, 2) „sein ganzes Leben hindurch ein Trunkenbold, Lästerer undals ein Verräther Gottes bekannt. Wenn ihm seine Nachbarn Vor-würfe machten, daß er so selten die Kirche besuche, pflegte er spottendzu antworten: Was, habe ich mich Calvin verdungen, daß ich ihnreden hören müßte L Wegen seines schlechten Lebenswandels von Ferro-nius ermahnt, wollte er nichts von Rene wissen; kurz vor seiner letz-ten Krankheit wurde ihm von Raymond vorgehalten, daß er sein Weibschändlich verlassen. Von der Pestkrankhcit nahm er Veranlassung zumFluche. Nachdem seine Kinder gestorben, ward er selbst krank. Schonso schwach, daß er kaum die Hand regen konnte, wurde er in derNacht auf einmal von der Hirnwuth befallen. Er sprang aus demBette, die Mutter und das Weib, welche ihn verpflegten, hielten ihn.Er that nichts als gegen die Teufel schelten und schrie, er sei verloren,eine Deute der Teufel. Als er zu beten ermahnt wurde, antworteteer, daß dicß nichts helfen könne, da er dem Teufel schon angehörc,und daß er sich um Gott nichts mehr kümmere, als um das schlechtesteStück eines zerrissenen Schuhs. Daß dicß seine Worte waren, hatseine Mutter sowohl als seine Magd bezeugt. Es war nach Sonnen-aufgang, ungefähr um die siebente Stunde; er lag auf seinem Bette,
1) Inst. I. IV. e. IN. K. 24.
2) A» Dlrct. 14. Not'. 1546. )Iss. Ce». Paul Hcury. Bd. I. S. 490.
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