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wesen wäre." Wir haben schon gesehen, wie die Freundschaft
den Schüler aus Vezclay verblendete.
Der Geistliche wird uns später das Näthscl des Politikerslösen. Was Calvin auch thun mochte, es war ihm unmöglich, sich vonseinem Systeme der Prädestination los zu machen; in jedemSünder sah er das Kind des göttlichen Zorns; in sich selbst aberden evangelischen Lehrer, das von Ewigkeit her erkorene Werkzeug,welches durch die Bestrafung der Schuldigen die göttliche Gerechtigkeit ver-herrlichen sollte. Erhebet die Lehre von der Vorausbestimmung in
einem königlichen Haupte zum Range des Dogma's, wie es Calvinaufstcllte, und ihr werdet den blutigsten Despotismus zu erwartenhaben: Alle Wesen, welche der Monarch mit seinem eisernen Scepterstürzen wird, werden nur Kreaturen sein, die zur Sklaverei bestimmtwaren. Calvin ist dieser Monarch, ohne Diadem, aber mit einerKrone, die er sehr hoch schätzen muß: die Krone des Lebens und derUnsterblichkeit, weil sie, wie er behauptet, aus den Worten Christi oderseiner Apostel gebildet ist. Diese verderbliche Lehre ist der Schlüsselzum inncrn Menschen: wenn er im geistlichen Rathe über das Ge-wissen eines Volkes herrscht; zum politischen Menschen: wenn er denRath des Staates lenkt.
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