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1 (1843)
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es ihm möglich war, der Hilfe des Teufels zu entsagen, der seinenVorgängern so treffliche Dienste geleistet hatte. Man sagte sogar öffent-lich, er glaube nicht an den Teufel, was eine Lüge war, und dießschadete ihm bei den Deutschen, die nicht den kleinsten Teufel, der ausdem Gehirne Luther'S hervorging, für den besten Beweis gegeben hät-ten. So kam es denn, daß die Buchhändler, welche im Anfänge sogut für Calvin gestimmt waren, erkalteten, als sie sahen, daß seineBücher nicht so verkäuflich seien, wie die Schriften des Doctor Mar-tinas. Sie kramten dieselben wohl aus auf der Dult in Frankfurt,man ging aber vorüber, ohne sie kaufen; daher kamen die Klagen,welche die Eigenliebe des Autors verwundeten. Um den üblen Humordes Basler Buchhändlers zu besänftigen, der ein saures Gesicht machte,schrieb er au Michel in Genf:sendet mir durch Farel die Bücher,welche ich bei meinem Weggehen zurück gelassen habe, und die Kleidermeines Bruders." Michel 'packte die Kleider und Bücher zusammen,und schickte sic nach Neufchatel: einige Tage zuvor hatte Farel einBillet empfangen, in welchem es hieß:Wenn das Faß zu dir ge-langt, welches Michel schickt, so öffne es. Du wirst Bücher und Klei-der darinnen finden. Kannst du noch Bücher verkaufen, so thue es.Den Nock schicke nach Basel. Da mein Buchhändler klagt, daß meinBuch schlecht abgchc, und daß er mehr Exemplare habe, als er ge-brauchen könne, so habe ich ihm geschrieben, daß er dir 100 Exem-plare senden möge. Schreibe, ob er cs thut, ich will mich eher dieserVerlegenheit aussetzen, als daß meine Zuverlässigkeit leide."

Calvin hatte in Straßburg keine Ruhe finden können. Es zerrißihm das Herz, das buntscheckige Schauspiel der Glaubenslehren anzu-schcn, welches diese Stadt darbot, die den Flüchtlingen aller Meinun-gen offen stand, wo der Zwinglianer den Lutheraner mit dem Ellbogenstieß und der Wiedertäufer an der Seite des münzerischen Prophetenging; wo alle Glaubensbekenntnisse, mit Ausnahme des Katholicismus,auf gleichen Schutz Anspruch machen konnten. Sein Herz fühlte sichbesonders dann gekränkt, wenn er all die Gcmüther sah, welche vomStolze Bucers erfüllt, behaupteten, sie hätten den alten Menschen aus-gezogen, dessen Merkmale sie trugen. Er konnte keinen Schritt thun,ohne sich in irgend eine Windel des Papstthumcs zu verwickeln, welchedie Stadt dem Kaiser zum Gefallen bcibchalten hatte, und konnte auch

1) Siche das folgende Kapitel:Der Teufel und der Antichrist."

2) Oongneritnr lillrnm menm non esse venOi!>i>cm. 3l Oec. 1340. Slss. den.