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1 (1843)
Entstehung
Seite
263
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er hinterließ aber bei seinem Tode einen geliebten Schüler, Melanch-thon, welcher das Werk des Meisters fortsetzen, verbreiten, symbolisircn,gegen die Feindschaft katholischer Fürsten und die Launen der Prote-stanten schützen sollte. Das Tagwerk war groß und überstieg die Kräfteeines Menschen. Selbst ein Engel hätte keine Einheit in diese Lehre zubringen vermocht, welche ihre Bezeichnung und Bedeutung änderte,so oft sie durch den Mund eines Menschen ging, der sie verkündenwollte. In Frankfurt wurde die Reformation durch drei Männer ver-treten, durch Bucer, Melanchthon und Calvin, welche weder gleicheNaturtriebe, noch gleiche Lehren hatten: Bucer war die Fledermaus,welcher Luther schon mehreremäle durch das Herz geschossen hatte: Cal-vin war in Zwingli von ihm verdammt worden, und Melanchthon istder arme Wanderer, der immer ein Gestirn sucht, das beständig vorihm flieht.

Ehe Calvin Straßburg verließ, theilte er in einem Briefe anMelanchthon diesem seine Ansicht vom Abendmahle mit. Melanchthonhatte nicht Zeit gefunden, ihm zu antworten:Meister Johann,"

sprach er zu Calvin, als er ihn das erstemal in Frankfurt sah:Ichthcile deine Ansicht von der Eucharistie." Calvin erinnert in einemBriefe an Farel mit Freuden an diesen Ausspruch Melanchthons.

Er kannte die Natur dieses Mannes noch nicht, die so schwach war,daß man sie beinahe feige nennen konnte. Er hätte es nicht gewagt,eine Seele, die sich mit ihm zum gemeinschaftlichen Werke verbundenhatte, ins Angesicht zu beleidigen. Als Melanchthon am Abende inseine Wohnung zurückkehrte, faßte er Muth, beeilte sich, seinen Vaterzu trösten und ihn zu beruhigen, indem er ihm versprach, daß er ihmtreu bleiben werde bis in den Tod. Luther wandte sich voller Freu-den an Justas Jonas, zeigte ihm den Brief und leerte ein großes GlasBier auf die Beständigkeit Melanchthons und die Unbußsertigkeit desPapstes.

Die kaiserlichen Botschafter waren erzürnt nach Frankfurt gekom-men. Sie drohten im Namen ihres Meisters die Reformation imBlute zu ersticken, wenn sie der Stimme der Vernunft kein Gehörschenken würde. Der Kaiser erklärte, er wolle den Protestanten dieKirchen als Eigenthum überlassen, deren sie sich gewaltfam bemächtigt

1) t»os onim ack oum rnisoeam gno ox>»iscarer, an aliguick esset i»tei no.säissensionis. .Vnte<>n,u» resi>oiuterot conveni euin Israncoforciiae;testatns est müii nitiit so alinci senlire guam guock meis vcröis ex-pressissem.

2) Lpist. k'arello, Htart.-ZN.