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1 (1843)
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lich: wenn du uur auf die Welt gekommen bist, eine solche Lehre zuverkünden, hättest du nicht nothwendig gehabt, geboren zu werden."

Unter den Gästen, welche im grünen Baume dem Dispute überdie Vorausbcstimmung stillschweigend beiwohnten, war Einer, welcherder Beweisführung des calvinischen Predigers seinen Beifall durch wie-derholtes Kopfnicken oft zu erkennen gab. Er hatte ein Buch vor sichliegen, mit dessen Durchblätterung er sich unterhielt. In dem Augen-blicke, in welchem Gerhard mit seiner letzten Phrase fertig wurde, wandteer sein Buch um, nahm das Wort und sprach:

Es gibt ein Mittel, dem Papisten den Mund zu stopfen. Gottwill nicht den Tod des Sünders; das gebe ich zu in Betreff des Wor-tes, er will ihn aber vermöge seines unerforschlichen Willens; non vnltpoeeatoris mortem >srbo, vult sutem eom vollmtote illo imgerscrn-tsbili, wie Meister Martinus von Eisleben, der Ecclesiast von Witten-berg, der Prophet Gottes und sein Evangelist lol. 446llo Servo 4i-bitrio" lehrt. Der Gott, welcher uns gepredigt wurde, will alle Menschenselig machen: er hat uns seinen Sohn gesendet, um uns durch sein

Wort zum Heile zu berufen; durch seinen Willen verdammt und ver-

wirft er aber."

Welch ein trefflicher Comödiant dein Gott ist, rief Gerhard aus!er gleicht dem Bucer, welcher den kriechenden Hund spielt mit den Sa-cramcntirern in Straßburg, wo er ihnen schmeichelt und mit dem gro-ßen Bullenbeißer Luther dieselben anbellt und ankläfft! Dein heuchlerffcherGott ist nicht mehr Werth, als der tyrannische Gott Calvins. Bin ichein auserwähltes Gefäß, oder ein verworfenes? Hat das Wort für

mich gesprochen? Hat Jesus sein Blut für den alten Sacristan von

St. Peter vergossen?"

Gott will nur das Heil der Auserwählten," entgegnete der Cal-vinist,nur für sie hat er Fleisch angenommen und gelitten, nur für sieist er gestorben. Auch hat er nicht für Alle gebetet: seine Auserwähl-ten sind diejenigen, die sein Vater selig machen will."

Wenn mich Gott aber zur ewigen Verderbniß bestimmt hat, wassoll ich thun?"

Den Verworfenen sendet Gott einen Prediger seines Wortes, umsie noch verstockter zu machen; er läßt ihren Augen sein Licht leuchten,um sie blinder zu machen; er verkündet ihnen sein Gesetz, um sie zu

1) In boe missus vst, ut loguutur; verbo sslutis all oumes salvanllosvenit. Imtb.

L) In Lv. ^olu Inst. lib. 3.