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chen man sie erkennen möge, verlangt Calvin, daß sie die Bilder, dieVerehrung der Heiligen, die Enthaltsamkeit, das Cölibat, die äußerngottesdienstlichen Gebräuche, die letzte Oelung, das Taufwaffer undinsbesondre die Messe verwerfen, diese teuflische Erfindung, wie ersie nennt. Um sie zu beschimpfen, suchte er das Sacrament zu ver-rufen, den Priester, der es celebrirt, und den Gläubigen, der darantheilnimmt. Man könnte glauben, er wolle uns eines jener nächt-lichen Gelage schildern, welche in der Domherrnstrasze in Genf statt-fanden. -
„Das Volk wohnt bei, in der Meinung, Alles, was da ge-sprochen und gethan werde, sei heilig und wenn du dich unter dieseLeute mengst, gleichst du ihnen und scheinst dieselbe Religion mit ihnenzu haben. Wenn jener Zauberer und Taschenspieler auf den Altar ge-treten ist, fängt er an, seine Rolle und seine Possen zu spielen, kehrtsich bald nach dieser, bald nach jener Seite, hört auch auf, sich zu be-wegen, murmelt sein zauberhaftes Gebrumm, womit er thut, als müsseer Christus vom Himmel herabziehen, und die Andern sollen auch die-ser Meinung sein. — Wenn er vom Himmel herabgestiegen ist, thutder Zauberer, als ob er die Aussöhnung zwischen Gott und den Men-schen bewirken müsse, gleich als wenn er an Christi Stelle leide undsterbe."
Calvin lügt gegen die Geschichte und sein eigenes Gewissen, wenner von der katholischen Kirche sagt, sie esse das Brod der Armen, sieschwelge in Genf und beuge sich vor dem Reichthume, ihrem Gott desHimmels und der Erde.
„Calvin an seinen ehemaligen Freund und gegenwärtigen Bischof.Nun mag Jedermann sagen, du seiest glücklich, und, wie man zu sagenpflegt, der Günstling des Glückes, wegen der Würde eines Bischofes,welche dir zu Thcil wurde. Denn außer dem Ehrentitel, dessen An-sehen überall verehrt wird, bringt sie dir ein großes Einkommen, vondem du nicht nur dein Hausgesinde unterhalten, sondern auch der Ar-muth mehrerer Menschen zu Hilfe kommen und gegen Andere freigebigsein kannst. Das hört man die Leute von dir sagen, und vielleichtmachen sie cs auch dich glauben. Wenn aber ich ein wenig darübernachdenke, was all diese Dinge, aus welchen die Menschen gewöhnlich
1) Opuscules. Oeneve, 1811, p. 710.
2) De l>»l>istieis sacerckoliis vol sckministrsnckis vel alliicienckis. — CerarckoIlusso.