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1 (1843)
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gehen, um dort zu beten. In Genf fürchtet er sich aber nicht mehr,er treibt zum Marterthume an, das er nicht zu bestehen wagen würde.In seiner AbhandlungIckolatria lu^iencks", welche er Nicolaus duChemin widmete, verlangte er, daß jeder Christ, welcher im BluteJesu Christi gewaschen sei, seinen Glauben bekenne, ohne Furcht voreiner Strafe; daß er laut und standhaft reden, sich nicht in Grüftenverbergen, sondern die Wahrheit auf den Dächern singen solle;dennwahre Gottesfurcht," sagt er,erzeugt ein wahres Bekenntniß und esdarf für nichts Geringfügiges und Leeres gehalten werden, was derheilige Paulus sagt: Wie man von Herzen an Gerechtigkeit glaubt,so bekenne man sich zum Heile."

Gleich als wenn sein Wort nicht mächtig genug wäre, öffnet erden Himmel und zeigt unsre Lehrer in ihrer ewigen Herrlichkeit, umFrankreich zur Aufnahme der Reformation einzuladen.

Es wird sehr gut sein, wenn wir uns das in's Gedächtniß zu-rückrufen, was der heilige Augustin irgendwo von dem heiligen Cypriansagt. Nachdem er verurtheilt worden war, enthauptet zu werden, ließman ihm die Wahl und bot ihm an, sein Leben zu retten, wenn ernur mit einem einzigen Worte der Religion entsagen würde, für welcheer sterben wollte; und es wurde ihm nicht nur freigestellt, dieß zuthun, sondern er wurde, als er auf dem Richtplatze angekommen war,von dem Statthalter sogar inständig ersucht, zu bedenken, ob er nichtlieber dafür besorgt sein wolle, sein Leben zu retten, als die Strafefür einen thörichten und albernen Starrsinn zu erdulven. Darauf ant-wortete er mit einem Worte,in einer so heiligen Sache gebe es keinBedenken." Als die Marterwerkzeuge schon vor seine Augen gelegtwaren und der Henker mit unruhigen, falschen, grausamen Blicken ihnfestband; als der Schwertschlag schon am Halse war und man dieschrecklichen Flüche des» rasenden Volkes hörte, wenn sich Jemand dar-über verwunderte, daß der heilige Mann den Muth nicht verlor undnicht nachließ, sich zur peinlichen Marter anzubieten, beseelte ihn zurAusdauer in diesem erhabenen Muthe allein der Gedanke: er habe seinHerz dem Gebote Gottes ergeben, welcher ihn auffordre, das Bekennt-niß seiner Religion abzulegen.

Wie ihr seht, predigt Calvin in diesem Aufruf, den er an Frank-reich ergehen läßt, offene Empörung gegen den Fürsten und gegen dennationalen Gottesdienst. Damit die Christen wissen, an welchem Zei-

1) De lugienckis impioruin illicitis sncris. Lgisloln ?>icoIso Lkemino,Calvin übersetzte dieses Pamphlet ins Französische.