Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
203
Einzelbild herunterladen
 

203

lik ,

i" trr-

^ da g,-

ltar ge-, Anzu lr-

«»Ä lv

lm««

ßn, »wA«/ !>>W t!!

zu D

UD'l

^ tklSl-

ein so großes Wesen machen, bedeuten, so habe ich ein großes Mitleidmit deinem Unglück." 0

Welch einen Vorwurf hat hier gegen das gallicanische Episco-pat ein Mensch ausgesprochen, der wahrscheinlich den letzten Rock, mitdem ihn die katholische Kirche bekleidete, noch nicht abgetragen hat;ein Mensch, welcher das Brod unserer Armen, den Heller unsererWittwen und Waisen verzehrte und in einer Bibel las, die ihm dieLiebe des Abts von St. Aloysius in Noyon bezahlte!

Er gibt nun vor, sein Bischof verderbe im Müßiggänge, er tragekeine Sorge um das Heil seiner Seelen, der armen Schafe, da er annichts Anderes denke, als wie er sie drücken, berauben und scherenkönne, um ihre Wolle zu verkaufen und sich ein recht gutes Mahl zubereiten.

Wache auf," sagt er zu ihm,der du die Wache halten sollst;greife zu den Waffen Hirte! Was zögerst du? Ist es jetzt Zeit zumSchlafen? Unglücklicher! Du wirst vor dem Herrn Rechenschaft able-gen müssen über den Tod so vieler Menschen! Wie oft hast du ge-tödtet? Wie oft warst du an dem Blute schuldig, von dem der Herrjeden Tropfen aus deiner Hand zurückfordern wird! Und wenn es soschrecklich auf dich niederdonnert, wirst du nicht gerührt, empfindest dukeine Furcht? Ich bin aber noch zu gelinde mit dir, wenn ichdich einen Mörder und Verräther nenne. Noch ein Verbrechen be-gehst du aber, o Unglücklicher, das größer ist als alle andern, daßdu nämlich tagtäglich den Sohn Gottes verkaufst und kreuzigst so vieles dir möglich ist."

Das ist der ärgste Mißbrauch und Betrug, der verwegenste Dieb-stahl, den man sich denken kann, daß derjenige, welcher nie der Rothdie Hand bot, Zahlung verlangt."

Während sie selbst das ganze Jahr hindurch weit entfernt vonihren Kirchen sind, haben sie ihre Vikare dort, schlechte, niedrige Räu-ber und Diebe, durch welche sic eine Unzahl von Räubereien, Erpres-sungen, Bedrückungen und Diebereien begehen."

Und ist euer großer Räuber nicht so schamlos geworden, daß erin seine tyrannische Edicte das Wort des heiligen Hieronymus ein-schaltete; Alle Kirchengüter sind Güter der Armen, und wer mehr vonihnen nimmt, als er zu einem ehrbaren und nüchternen Leben nöthig hat,der beraubt die Armen."

I) Opuseulvs 113, 118, 123, 25, 43.vin'S, 1. I. p. 185101.

Paul Henry: Das Leben Ich. Cal-

LT"

W