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1 (1843)
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Befehl, vom Predigen abzustehen; Farel und Calvin wurde aber ver-boten, auf der Kanzel politische Gegenstände zu berühren. Esdachte keiner von ihnen daran, auf den Befehl zu achten. Coraultbesteigt die Kanzel bei St. Gervasius, und beschimpft seine Richter.Als er aus der Kirche ging, faßte ihn ein Häscher, und führte ihngefangen mit sich fort; das Volk erhob ein Gelächter, als es den un-glücklichen Prediger sah.

Am folgenden Tage erschienen Farel und Calvin vor dem Ratheund beklagten sich über die Gewaltthätigkeit, welche man an Coraultverübt habe. Der Rath berief sich mit lauter Stimme auf die Ent-scheidung der Synode von Lausanne, und befahl ihnen, daß sie sichauch nach derselben zu richten hätten. Calvin und Farel beriefen sichaus eine neue Synode, welche in Zürch gehalten werden sollte, aufder sie gehört zu werden verlangten. Der Rath bestand auf seinemBegehren, sagte ihnen, daß sie zu gehorchen hätten und warf ihnenmit bittern Worten vor, daß sie viele Bürger von dem Tische desHerrn weggeslofsen hätten und sich auf diese Weise ein Recht anmaß-ten, über den Zustand eines Gewissens zu richten, dessen Falten Gottallein durchforscht habe.

Der Rath hatte Recht. Mehr als einmal hatte Calvin Bürgern,welche die Weinschenken in der Domherrnstraße besuchten und an derGesellschaft der Artischvken theilnahmen, das Abendmahl verweigert.Welch eine sonderbare Wendung der Logik ist dieß! Calvin, welcherin Uebereinstimmung mit Luther die guten Werke verwirft, verweigertdemjenigen die Communion, den er am Tage zuvor in der Wein-schenke fröhlich sah, als wenn die Nacht, welche dem Abendmahle folgte,und der Weg vom Kirchenstuhle zum Tische des Herrn nicht hinreichendwäre, den Schuldigen zur Reue zu bewegen und seine Fehler im Glau-ben an das allmächtige Blut Jesu Christi abzuwaschen? Wir sindaber dazu bestimmt, daß wir im Leben der Reformatoren unaufhörlichauf den Fanatismus, die Unverträglichkeit oder die Unvernunft stoßen.Calvin erzählt,seine Hand sei starr geworden, wenn er das Brodausgetheilt habe: das Brod des Zorns, welches der Communicant ver-zehrte." 2) Hatte er denn nicht gelehrt, daß die Gnade nie verlorengehen könne? Und hatte denn Luther nicht in seiner unnachahm-

1) On ckelencl sx preckicsteurs et en psrtieulicr s ksrel et ä Uulvin ckese ineler lto politigue. Kegi8tee8, 1538, 11 et 1V rrisrz.

2) Uli guiclem irsm vei potius vorudant gu»m vitse sacrainentum.

3) Harm, in ükatll. Inst., IC. 3.