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1 (1843)
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zu erwerben, welche der Bischof nicht verweigert habe, und die nunvon zwei Fremdlingen frecher Weise aufgehoben worden sei? Siebesprachen sich über den Beruf der Prädicanten, welche sich ohne denBeistand des Volkes, das doch nach der Aufhebung des katholischenPriesterthums der einzige gesetzliche Hohepriester sei, die Hände aufge-legt hätten. In ihren lärmenden, pitoresken, von Wein und Poesieüberströmenden Reden soll man, nach Herrn Naville's Angabe, mit Er-staunen einige Ideen finden, welche ganz katholisch seien. Wennman das Abendmahl eingenommen hatte, trat ein Fiedler mit einemTambourin auf, und man fing an, in der Runde zu tanzen, zu jubelnund in bachantischer Weise zu lärmen; wenn es gerade Sonntag war,im Sommer, spielte man mit Kegeln, Bällen oder Wurfsteinen, wer dasAbendessen bezahlen mußte.

Man darf sich unter diesen Weinschenken keine Schlupfwinkel vor-stellen, in welchen man im Weine die Besinnung verliert. Wenn derWirth die Zeche machte, traf es Einen sechs Quart oder zwei Sou.Das war das Maß, welches jener Peter Werli immer mit sich nahm,der junge Freiburger Edelmann, der gute Priester, der noch ein besse-rer Soldat gewesen sein würde, und im Kampfe für den Glaubenumkam.

Diese Vaterlandsfreunde glaubten sich in Sicherheit hinter ihrenBouteillen und Gläsern, aber sie täuschten sich.

Die Reformation hatte die Thore der Stadt einer Rotte vonAbenteurern, Jndustrierittern, Gaunern, Bankrotirern und Falschmün-zern geöffnet, welche sich genöthigt gesehen hatten, ihr Vaterland zuverlassen, um dem Strange zu entgehen; sie kamen nach Genf unterdem Vorwände der Religion. Um die Blicke zu täuschen, zeigten sieeinen pharisäischen Eifer für das neuevangelische Gesetz, wohnten allenPredigten bei und erklärten sich öffentlich gegen das Papstthum. Siebezahlten die Gastfreundschaft Genfs dadurch, daß sie dem Rathe undden Prädicanten die Aeußerungen hinterbrachten, welche sie hörten,oder auch meistentheils erdichteten. Man schenkte ihren Angaben, oderwie ein alter Geschichtschreiber sich ausdrückt, dem heiligen Geiste sogroßes Zutrauen.

1) Herr Senebier hat erkannt, welchen Antheil die Bischöfe im Streite Genfs ge-gen das Haus Savoyen genommen hatten. Bd. I.

L) Ernst Naville, im 4. Kap. 3. §> der Dissertation, die er seinen Thesen vor-anstellte. 1839.

3) Oalitse, 1. 3, srticle >Verli, p, 514.

Audin: Leben Catvin'S I, Bd.

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