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1 (1843)
Entstehung
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191
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welche der Schreiberssohn vo-r Noyon eingesührt hatte. Die Gefäng-nisse füllten sieb mit Sträflingen. Ter Genfer Senat gehorchteallen Launen dieser Prädicanten, er übernahm sogar die Küfterstellenin der Kirche. In einem Register der Republik vom 20. Mai 1537liest man:

Eine Braut ging am letzten Sonntage mit Haaren aus, die wei-ter herabgelassen waren, als sie cs sein sollten, wodurch sie ein bösesBeispiel gab, und der Lehre des Evangeliums entgegen handelte;ihre Mutter, die Frauen, welche sie führten und die Frau welche sieputzten, wurden eingesperrt."

Das ist eine sonderbare Magistratur, zu deren Privilegien die wis-senschaftliche Prüfung derjenigen gehört, welche sich um ein geistlichesAmt bewerben, und zugleich auch die Sorgfalt für das Abschueiden derHaare jener Frauen, die in ihre Sprengel gehören; eine Magistratur,welche ein Haargeflcchtc, das mit. zu großer Gefallsucht gemacht ist,wie eine Gotteslästerung straft, diejenige welche es gekämmt hat unddie armen Freundinnen, welche ihre Herrin in die Kirche begleitet haben,in ein Gefängniß setzen läßt, als wenn sie die Theilnehmerinnen einesDiebstahls gewesen wären! Wir haben bei Burigny nachgesucht, woum diese Zeit Erasmus war: er lag, zum Glück für Genf, um dieseZeit schon im Grabe.

1) Die Frauen, welche so Vieles zur Einführung der neuen Lehre in Frankreich bci-getragcn hatten, verursachten oft große Störungen in der neuen Kirche.

Der Prädirant Castelgelour erzählt, man habe auf der Svnode beschlos-sen, daß die Frauen, welche hohe Hörner und Draht auf dem Kopfe trugen, umden Kopfputz zu erhöhen, nicht zum Abcudmahle gelassen werden sollten. Männerund Frauen widcrsetzten sich dagegen, und die Prädicantcn blieben standhaft aufihrem Beschlüsse, um zur Beobachtung ihrer Gesetze anznhalten. Jene kehrtenaber das Gebot iws Lächerliche, anstatt des Drahtes nahmen sie ausgcstopfte Wülileund Binsengeflechtc, Der Prädicant blieb hartnäckig darauf bestehen, daß sic sichzum Gehorsame fügen müßten und zwang sie, verhüllt zu erscheinen. Währendder großen Versammlung, welche zu Montauban im Jahre 1584 stattfand, putztesich eine Frau auf sechserlei Weise, und erschien jedesmal beim Abendmahl.Das Letztem»! war sie wie eine Mohrin geputzt, die Haare waren ohne Drahtfrisirt, und sie wurde von Beraut gebilligt: Rochechandien selbst hingegen ließ

damals die Haare mit Draht zu, aber verschleiert; worüber die beiden Prädi-cantcn einander neckten.- In Plcssis-les-Tours hatte der Pastor Desaignes,sonst Pincan genannt, am Wcihnachtsfeste des Jahres lägst seine Heerde er-mahnt, daß man sich bescheiden beim Abendmahle einsinden solle; die Frauen,sagte er, sollen keine falschen Erhöhungen tragen. Als er einer Bürgersfraudas Brod reichte, sah er, daß ihre Hüfte erhöht waren; da nahm er das Brodin die linke Hand, verließ seinen Platz, ging auf die andere Seite des Tischesnnd nahm mit der Rechten einen ganz kleinen Wulst, welchen sic anstatt desgroßen genommen und als sie ihn ans der Hand gelegt hatte, zog sich diearme Frau mit niedergeschlagene» Auge» beschämt zurück, bllor, cke liae-monck, p. 8st8.