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sus, zermalme bald unter unfern Füßen den Teufel und befreie deineKirche gnädig von dem calvinistischen Gifte.
XVI. Kapitel.
Despotismus. Verbannung. LSS?—LSL8.
Durck das Formular wurdcn in Genf Unruhen veranlaßt. — Die Kirckc im Staate.— Balard wird von Calvin dcnuncirt. — Verschiedene Züge des religiösen Despo-tismus. — Charakteristisches Aussehen der Stadt. — Zunehmende Gereiztheit derEidgenossen. — Angeber. — Corault. — Der Rath gibt Calvin und Farcl denBefehl, den Gläubigen das Abendmahl zu reichen. — Hartnäckige Weigerung derPrädicanten.— Das Volk versammelt sich und spricht ihre Verbannung aus.—
Farel hatte geglaubt, Calvin werde das Wort Zwingli's oderLuther's fortsetzen. Cr täuschte sieb. Calvin wollte das Haupt einerSecte sein, und seinen Namen einem Bekenntnisse vorsetzen, das er inseiner Idee beschlossen hatte. Er wollte sich die Ehre erwerben, in Genfeine Kirckie zu errichten, wie Luther in Wittenberg eine errichtet hatte;in seiner Kirche sollte aber der geläuterte Nationalismus die Stelle desGefühls vertreten, welches nach seiner Ansicht in der sächsischen Lehreeinen allzu großen Platz erhalten habe. Er hatte Genf unver-sehens eingenommen. Als er ankam, war die Stadt im Begriffe, einSymbol zu suchen: zwischen Zwingli und Luther schwebte ihre Wahl.Farel hatte keine eigene Lehre; er hielt nur den Papst für den Anti-christ und war bereit, einen Jeden als seinen Jünger anzuerkenncn,wer immer diese Menschenverwandlung anerkennen würde, möge ernun ein Lutheraner, Buceraner oder Zwinglianer gewesen sein. Wennihr zu der Stunde, in welcher Calvin nach Genf kam, einen Bürger,
1) Dominus Icsns sutliunum snl» Dockes nostrus conterut cito, ct a Ineculvinistiea clcmcntcv lilicret ccclesium snum. Kmen. — Ilunnius inslslvino jmluissntc, z>. 181)-1U3.