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Wir kennen uns nicht aus: wir glauben nach Sicilien versetzt zusein unter das Proconsulat eines Verrcs, in ein Land der Heiden,oder nach Frankreich im Jahre der Gnade 1793, unter die Herrschafteines Chaumette oder Hebert.
Während die Reformation im ganzen Gebiete von Lausanne keinenAltar, keinen Weihwasscrkessel, keine Statue, kein Bild von Holz,Stein oder Erz mehr übrig liesz, erklärte sie, das Land habe sich bekehrt:es gab wohl noch manchen Priester und Mönch, manche Nonne; um dieseaber zu zwingen, wandte man den Hunger, die Peitsche, das Gefäng-niß, die Geißel an, und den Farcl als Spion.
Dieser schrieb an Nägcli, den Vogt von Thonon:
„Die Gnade, der Friede und die Barmherzigkeit Gottes unserengütigen Vaters, sei mit dir! Wenn ihr große Unannehmlichkeiten ver-meiden wollt, so müßt ihr die Priester im Auge behalten; denn vonihnen kommt alles Ucbel. Es ist nothwendig, daß die Priester sichnicht mehr mit dem Volke vermengen, demselben weder Unterricht ge-ben, noch die Sakramente austhcilen.^ Mau muß sie bewachen, undinsbesondre die großen Wolfe, welche das arme Volk verführt haben."
Die Männer, welche im Style des Reformators große Wölfeheißen, waren Ardutius, Adhemar Fäbri und La Baume, welche den-jenigen, die Hunger litten, Brod gaben, den Dürstenden Wasser,den Nackten Kleider; dann der Abt Hangest, welcher die Schlange anseinem Herde erwärmte, die ihn in die Brust stechen sollte.
Es war im Mittelalter gewöhnlich, daß man ein Zetergeschreigegen jeden Missethäter erhob, er mochte todt oder lebendig sein. EinesTages kam ein armer Arbeiter an das Grab Wilhclm's des Eroberers:der Fürst, welcher unter der Erde lag, hörte die Stimme des Arbei-ters nicht, aber sein Sohn hörte ihn, welcher Asselin einige Baum-stöcke zurückgebcn ließ, die ihm der Fürst genommen hatte. Dasselbe ge-schah dem Nachkommen des Arztes Blancherose, der auf dem Gesprächezu Lausanne die Sache seines Gottes verthcidigt hatte. Er war ge-gen das Ende des sechszchnten Jahrhunderts in Caen, als ihm eineprotestantische Schrift in die Hände fiel; er öffnete sie und las: „Essteht nicht Ein göttliches Zeichen in der heiligen Schrift, welches nichtdurch unheilige vereitelt werden könnte; cs steht keines darin, welcheseinen Beweis geben könnte; und wenn man alle zusammenfaßte undbetrachtete, würden sie keinen Beweis zu geben vermögen."
1) Lpi8t. r-li-klli. inecl. Xr. XXXIII.
2) 8imriu, Uxameir de In Ureokogio deAI. lurieu. Man vergleiche in Bezug ans