Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
140
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Theil der Kinder Spieße, die Andern Steine in den Schurzen oder inden Hüten und Hauben.

Ter Leichnam des Herrn Petrus (Werli) wurde in der Cathe-dralkirche um fünf Uhr Abends in seinem Tomhcrrngewandc begraben.Als man ihn aus dem Hause trug, erhob das Volk ein großes Ge-schrei, den Tod des Unschuldigen beweinend und beklagend. Gr wurdevon Priestern getragen und sehr ehrenvoll begleitet, von dem Gcncral-Vicar, allen Domherren, allen Collegcn, allen Geistlichen, mit denKreuzen der sieben Pfarren; nach dem Gottesdienste wurde er vor demBildnisse des Gekreuzigten, zu dessen Chren er gestorben war, beerdigt.

Am ersten März des Jahres 1534 versammelten sich die Luther-aner im Kloster am Ufer, läuteten die Glocke gegen eine Stunde lang,und nahmen dann, ohne die Christen zu fragen, Besitz von der Kan-zel. Tann versäumten sie keinen Tag, sich hier zu versammeln, anSonn- und Festtagen zweimal, worüber die Christen sehr unwilligwurden; sie fingen aber schon an, muthlos zu werden, von Tag zuTag wurde cs schlimmer, und kein Christ wagte es mehr, ein Wortzu sagen, um nicht todt geschlagen zu werden.

Am 10. März wurde ein junger Räuber von der Secte der Lu-theraner hingerichtet, den die Franciscanermönchc ermahnten, daß ersich bekehren soll, damit er reuevoll im Glauben sterbe, er wurde aberauf dem Wege ihren Händen entrissen, und dem Farel und seinen Ge-fährten übergeben, daß sie ihm znsprechen sollten; so starb er dann indieser Ketzerei.

Am Freitage begann der verwünschte Faret nach ihrer verfluchtenWeise ein Kind zu taufen, wo eine große Menge Volkes und selbstgute Christen beiwohnten, welche sehen wollten, wie die Taufe vor-genommcn werde.

Am Sonntage Quasimoto begann Farel Männer und Frauen,nach ihrer Form und herkömmlichem Gebrauche, zu verbinden, ohnealle Festlichkeit und Andacht, indem er ihnen nur gebot, sich zu verei-nigen, und die Welt zu vermehren, wobei er einige ausgelasseneReden führte, die ich nicht mehr weiß: denn ein reines Her; erschricktschon, wenn es nur daran denken soll.

Am Tage des heiligen Kreuzes, welcher ein Sonntag war, legteein Franziscaner-Mönch, der sechs Jabre im Orden zugebracht batte,nach der Predigt vor aller Welt seinen Habit ab, trat ihn schmählichmit Füßen und verschaffte dadurch den Ketzern ein großes Vergnügens

Am Vorabende Pentecoste, um zebn Uhr in der Nacht, schlugen