Und nun folget uns; ihr werdet sehen, wie diese Vaterlandsfrcunde,die wir in ihrem Kampfe gegen das herzogliche Haus von Savoyenbewundern mußten, den Glauben ihrer Ahnen vergaffen, und Stein umStein an dem Baue der katholischen Kirche zerstörten, in welcher sie sooft eine Zuflucht gegen ihre Unterdrücker suchten; ihr werdet sehen, wie siedie Banner zerreißen, auf welche die Hände ihrer Töchter den NamenJesu Christi gestickt hatten, und die sie in ihrem Kampfe gegen dieFeinde Genfs ihren Reihen vorangetragen hatten; ihr werdet sehen,wie sie die Priester, die Mönche und Religiösen verjagen, deren Goldihnen gedient hatte, die Mauern der Stadt zu erbauen, oder zu ver-teidigen. Gott wird aber zu seiner Zeit einschreiten, er wird ihnen -einen Menschen senden, der sie unterdrücken, ihre Freiheit mit Füßentreten, ihr Blut vergießen und über ihren Jammer wie über ihreThränen lachen wird.
Despotismus, Verwirrung und Unglück waren die nvthwendigenFolgen der Reformation, gesteht ein Protestant.
XU. Kapitel.
Die Schwester Johanna de Jufsie.
Schrift dc^Schwesicr. — Erzählung. — Plünderung von Mcrges durch die Re-scrmirten. — Die Berner in Genf. -— Verwüstung der Kirche des heiligenPetrus; -— des Oratoriums; — der Kirche von St. Victor; der Kirchevon St. Laurentius. — Kampf in den Straßen von Genf. — ErmordungPeter Wcrli'S. — Hinrichtung Malboffons.. >— Faret. — Die Syndici wollendie Schwestern der heiligen Clara zwingen, einem theologi,chen Dispute beizu-wohnen. — Die Scbwcstcrn widerstehen sich und werden verjagt.
In einem der Klöster Genfs lebte damals ein heiliges Mädchen,deren Beruf nicht allein darauf beschränkt sein sollte, daß ge ihre Ge-
ll „Die Periode der Reformation war gewiß nicht eine Zeit des Friedens unddes Glückes." Lord Fitz-William, Briefe des Wiens. Ins Deut,che uder,etzkvon Philipp Müller. 1843 S. 33.