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1 (1843)
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richten, wenn man den Savovarden die Wackw an den Stadtthorenwenigstens znr Zeit der Märkte überlasse. Die Bürgerschaft wies die-ses Anerbieten zurück. Um diese Zeit glaubte der Bischof Johannes,der von Leo X. erwählt war, Beschlagnahme, Verweisung und bis-weilen Blutstrafen, konnten den Muth der Genfer erschüttern. Er

täuschte sich, Genf hatte einige seiner edlen Sohne, die im Allgemei-nen arm waren, aber eine erprobte Vaterlandsliebe hatten, nach Frei-burg geschickt. 0 Beim Anblicke der Banner, die auf dem

Schlachtfelde von Morat erobert worden waren, fielen sie aus Ehrfurchtauf die Kniee nieder und küßten die Fransen, die von burgundischemBlute bespritzt waren. Man schmeichelte ihnen und beschenkte sie mitdem Bürgerrechte. Als sie in ihre Vaterstadt zurückkehrten, wurden dieAbgesandten mit Jubel begrüßt. Sie brachten einen Vertrag mit,welchen die Genossen des Herzogs nicht annehmen wollten. Damalswar Genf in zwei Parteien getheilt, die ihre eigenen Farben und Na-men trugen. Man nannte diejenigen, welche mit Freiburg das Bündnißgeschlossen hatten, Eidgenossen; der schöne Name erinnerte augen-blicklich an die Handlung auf dem Grütli.

Die Eidgenossen nannten ihre Gegner Mammeluken, oder Abtrün-nige. Das war eine Beleidigung und eine Unwahrheit; denn dieMammeluken liebten Genf als treue Söhne. Nur sähen sie als eifrigeKatholiken voraus, daß die Verbindung mit Bern, welche die Eidgenossennachsuckcke, für den nationalen Cultus gefährlich sein werde, und daß ihreGegner den Glauben des Ardutius opfern werden, um die Unabhängigkeitder Gemeinde zu retten: die Mammeluken lasen in der Zukunft.

Sie wurden als Genossen des Herzogs aus der Stadt verjagt.Die Eidgenossen fürchteten nicht stark genug zu sein, um den Angriffendes Hauses Savoven widerstehen zu können, sie verbanden sich mitBern, das schon seit langer Zeit der Reformation zugeneigt war. Derherzogliche Adel bildete eine Bruderschaft, welche dieLöffelbrüder-schüft" genannt wurde. Bern hielt den Augenblick für günstig: eskam seinen Bundesgenossen mit einer starken Truppenmacht zu Hilfe,führte zwanzig Kanonen mit sich, um die Anhänger des Herzogs zubezwingen, und Wilhelm Farel, um die Kathliken zu bekehren. Umzu zeigen, daß es dem Evangelium anhange, zerstörte Bern auf seinemMarsche die Heiligenbilder und tränkte seine Pferde in den Weihwasser-becken unserer Kirchen.

1) Lkroniguo koset 97, 98, 99. Spon,