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1 (1843)
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der Gerechtigkeit gegeben, worauf gegen die Besitzer des Schlosses del'Jsle der Bann geschleudert wurde. Ob er gegen den Herzog vonSavoyen gerichtet wurde, sagt Bounivard, unv durch welche Grafenoder Bischöfe, habe ich nicht gefunden, weil mehrere Kirchen - undStadt-Rechte verloren gegangen sind. Ick habe es aber von glaub-würdigen Leuten gehört, die den Prozess in Rom gesehen haben."

Die Erzählung des Priors hat sehr viel Wahrscheinlichkeit für sich;wann die Prozession vor dem Schlosse vorüber ging, hörte der Clerusauf zu singen, und das Kreuz wurde umgekehrt, um zu bezeichnen,dass das Schloss mit dem Jnterdicte belegt sei. Man würde Nie-manden das Sacrament gereicht haben, der in diesem Schlosse krankgelegen wäre.

Die vbgenannten Vorrechte besaß noch Herzog Carl III. vonSavoyen, welcher noch lebt, ohne Ansland: er wollte sich mit demRechte nicht begnügen, und von Genf mehr haben, als man ihmschulvig war; denn er und seine Vorfahren zogen Genf, das ihnennicht unterworfen war, den Städten vor, welche ihnen diessseits verBerge unterworfen waren, sei es der Ehre, der Pracht, oder des Ge-winnes wegen. Wann ein Herzog oder eine Herzogin in die Stadteinzog, veranstaltete man ihnen alle erdenkbaren Festlichkeiten und Triumphe;es gab keinen Bürger oder Einwohner von Genf, der nicht aus Höflich-keit mehr aufwandte, als ihre Unterthanen aus Zwang. Wenn derHerzog in einen Krieg verwickelt wurde, waren die Genossen bereit,ihm mit ihrer Mannschaft zu dienen; der Magistrat verschaffte ihmGeld, und befestigte die Stadt, um ihn gegen diejenigen zu schützen,deren Hilfe sie selbst gegen ihn nöthig gehabt hätten. Kurz, es gabkeinen Unterschied zwischen ihnen der That nach, sondern nur der Redenach; denn er wollte, daß sie seine Unterthanen würden, und sie wi-dersetzten sich nicht thätlich, sondern nur mit Worten, denn sie thatenihm so viele Dienste freiwillig, als seine Unterthanen gezwungen; öder-er wollte, sie sollten cs aussprechen, und sic wollten diess nicht; als er aberGenf nehmen wollte, was seine Vorgänger, obwohl mit Unrecht, besaßen,verlor er, was er in Genf besaß und noch etwas von seinem Eigenthume."

Während eines Zeitraums von fünfundzwanzig Jahren, von 1510bis 1535 sieht man das Haus von Savoyen mit den Genfern ineinem heftigen Streite. Der Herzog wagte cs nicht, offene Gewaltanzuwenden, daher nahm er seine Zuflucht zur Arglist und machte derBürgerschaft das Anerbieten, er wolle einen jährlichen Tribut ent-

1) B-nmivcird: Chron. Möcpt. llsrv.