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1 (1843)
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Abt von Hangest, welcher ihn erzog, sind dem Glauben bis an ihrEnde treu geblieben und ein katholischer Priester hat ihnen die Augengeschlossen. Calvin durfte also nicht beten und nicht weinen.

Während seines Aufenthaltes in Novon, wo er nicht unerkannt blei-ben konnte, wenn er auch alle Behutsamkeit anwandte, sehen wir nicht,daß ihn die öffentliche Gewalt zu belästigen gesucht hätte. Man läßtihn ruhig seine Angelegenheiten in Ordnung bringen, alles verkaufen,was ihm übrig geblieben war, und mit seinem Bruder Anton undmit seiner Schwester Maria Vorkehrungen treffen zur Uebersiedlung indie Schweiz. Die Geschichtschreiber geben zu, daß seine Lehre inNoyon nicht unfruchtbar geblieben war, daß er einen Herrn de Nor-mandie, den Richter dieser Stadt, seine Familie und noch einige andereverleitete, welche sich dazu verstanden, mit ihm anszuwandern und sichin das Ausland zu flüchten. 0 Die Gleichgiltigkeit der öffentlichenGewalt, welche die Reformation uns als so grausam zu schildern sucht,muß uns in Erstaunen setzen. Was that denn der Lieutenant Morinin Paris?

Die Reiseroute der kleinen Kolonie war von Calvin angegebenworden, sie sollte über Straßburg und Basel gehen, von Basel nachGenf; während aber Franz 1. über die Alpen eilte, um Mailandzu erobern, fiel Carl V. in unsere Provinzen ein, ganz Lothringenwar voll von Soldaten. Calvin glaubte eine andere Richtung neh-men zu müssen. 2) Er schlug den Weg nach Savojen ein.

Muratori irrte sich, wie Sennebier bemerkt, wenn er Calvinnach der Abreise von Novon durch Aosta ziehen läßt. Er hatte dieseStadt besucht, als er Ferrara verließ, und daselbst in der Umgebungsich aufgehalten, um den Samen seiner neuen Lehre auszustreuen. Esscheint auch, daß sich einige Seelen von ihm verleiten ließen. Manzeigt in Aosta eine steinerne Säule, auf welcher man die lateinischeJnnschrist liest:Ilanc tütlvini vroxit nnno 1541, rnIipfioEeonstantin rojiarnvit anno 1741." Calvin war bewackt, und derWolf war genöthigt das Thal zu verlassen und nach Genf zu flie-

1) Oreüncourt p. 47.

2) Paul Hcury, Br. I. S. 156.

3) Lx Itulis in t1.alli.nn rt-Ai-uss»!,, i-rlnn? suis omniöns il>i tompositis,ubcliictociue quem unicuin «usirrütitem waliglnit. ,>,u. tl-ilvinn Haiti-,-,Lunilenin, ve> .4rj-en1inum rvverli co^il.anlLin, Inwrnlnüis .aliiz ilineia-lius pvr ^IIotn-»Anm kines, iwr iinUitutnm prosequi I,eII.a ,-oeA«-i-»nt.It.a taetum est nt tlLnevsm vnniret." Leus vits l'.slvini, p. 36k.

4) Hist. litt. <Ie tlvnöve, t. I., p. 82.