ches läuft und stehen bleibt bei der geringsten Bewegung des Reiters;nur bäumt sich das Thier des Schülers nicht und sprüht keine Flam-men. Das Alterthum spiegelt sich in der „Unterweisung." Von Senecaentlehnte Calvin die fließende, rythmische Periode, von Tacitus dasUngestüme des Styls, von Virgil den Honig der Poesie. Das Stu-dium des römischen Rechts bot ihm strenge und scharfe Sprachformen,einen klaren und bestimmten, aber lcivcr auch oft einen allzutrockenenund dürren Ausdruck dar. Dicß ist ein Fehler, den er offen gesteht,indem er von dem' heiligen Augustin spricht, dessen Weitschweifigkeitihm mißfiel und die Lichtstrahlen verdunkelte, welche der Lehrer überseine Schriften auszugicßen wußte.
Wir werden später Gelegenheit haben, den Verfasser der „christ-lichen Unterweisung" als Schriftsteller zu würdigen.
IX. Kapitel.
Calvin in Ferrara. — 1SL6.
Italien bleibt dem Cnltus der Form getreu. — Calvin in Ferrara. — Ariost. —Calcagnini. — Marot — Die Herzogin von Ferrara. — Calvin ist ge-»öthigt. Ferrara zn verlassen. — Brieflicher Verkehr mit der Herzogin. —
Die Reformation hat den Geist der Völker immer verkannt. AlsLutber zum erstcnmäle in Rom eintrat, sah seine ganz deutsche Seele
I) doch gunm reverenior cke .Vn-zustino sentinm. Ouin leimen ejus pro-livilns nulij Nchsiiioonl,, non ckissiinnlo. Interim forte drevitns me:>nimch conechn est; see! ego in prnesenlin non llispulo gniil sit opti-inum. .Xnm ieleo lickem ipse inilri non Untioo, guoel iluin nnturnminenm seguor midi veninni clnri innlo gunni nlios iinprolmre: lnntuiniereor ne el slvlns nlignnntnm perplexus et longior trnctutio ovscn-rent en luminn^ ciuso e«o itlic consnicio. Lp. Hiss. Cen.. Cnlv. sept.,iö40. Lnrello.