Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
87
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Ist dieses Cbristenthum durch Melanchthon, Luther und Osiandernicbt der Neuerung und der Thorbeit überführt?

Wenn Franz I. die Symbolik Calvin's annimmt, droht ihm Luthermit der Verdammung.

Wenn er aus Luther hört, verdammt ihn Calvin unwiderruflich,weil er sich durch denabscheulichen Jrrthnm der reellen Gegenwart"hat verführen lassen. Priester des Herrn, fasset euch nun! Ihr sagtmir, der Eine und der Andre, nimm und lies, hier ist das Buch desLebens, das Brod der Wahrheit, das Manna der Wüste. Ich höreeuch und euer Wort stürzt meine Seele in einen Abgrund von Zwei-feln. Wer wird für mich nundiesen ersten Stern des Tages" leuch-ten lassen; wie Calvin sein Evangelium nennt?

Ich, sagt Osiander, aber du mußt meine nothwendige Gerechtig-keit annchmen.

Ich, sagt Calvin, aber du mußt die ketzerische Gerechtigkeit Osian-ders verwerfen, und an meine freie Gerechtigkeit glauben.

Ich, sagt Melanchtbon, aber du mußt im Papstthume bleiben, denndie Kirche hat ein sichtbares Oberhaupt nothwendig.

Ich, sagt Calvin, aber verwirf den Papst, den Fürsten der Fin-sterniß, den Antichrist mit Fleisch und Bein.

Ich, sagt Luther, aber glaube, daß die Lippen den Leib und dasBlut Jesu Christi empfangen.

Ich, sagt Calvin, aber glaube, daß dein Mund nur die Sym-bole des Fleisches und Blutes berühre, daß der Glaube allein es ver-möge, in Realität umzugestalten. Wo. steht also dieser erste Sterndes Tages, den uns Johannes von Noyon verkündet?

In Zürch, sagt Zwingli.

In Basel, sagt Oekolampadius.

In Straßburg, sagt Bucer.

In Wittenberg, sagt Luther.

In Neuchatel, sagt Farel.

In welcher Bibel werde ich aber das Wort Gottes lesen?

In der Bibel Luther's, sagt Hans Lufft, sein Drucker.

In der Bibel Lefevre's d'Etaples, sagen Calvin und Theodor vonBeza.

In der Bibel von Zürch, sagt Leo Juda.

In der Bibel von Basel, sagt Oekolampadius.

,,.4ux licleles cle Oeneve ckur-mt is ckissig-Ulon cko l'Lxlise."