land mit Beifall belohnt. Calvin schöpfte keinen eigenen Gedanken: ernabm alle Beweise gegen die Verehrung der Bilder aus den SchriftenCarlstadt's, welche der sächsische Mönch schon seinem beißenden Spottüberliefert hatte.
Calvin fährt fort: — „Mein Christ, wenn man dir das Brodals Zeichen des Leibes Jesu Christi vorhält, so mache bei dir selbstdiesen Vergleich: wie das Brod unser zeitliches Leben vcs Leibes er-hält, so soll der Leib Christi die Speise unseres geistigen Lebens sein.Wenn man dir den Wein bringt, das Svmbol des Blutes, so denke,daß das Blut Christi dich geistig neu beleben soll, wie der Wein dei-nen irdischen Leib. Es sind Unwissende, die der Schrift ihre eigenenGedanken beifügen, und die Schärfe ihres Geistes dadurch zeigen wollen,daß sie sich, ich weiß nicht, was für eine Realität, und welche Sub-stantialität, und die wunderbare Transsubstantiation einbilden, waseine Verrücktheit des Gehirns ist, wenn cs je eine gab."
Die Kirche Wittenbergs schrie über Gotteslästerung. Die Stimmeihres Apostels erfüllte sich mit Zorn:
Du bist ein Blödsinniger, der du dich nie auf die Schrift ver-standen hast: wenn Du griechisch verständest, würde der Text dich blen-den und dir in die Augen fallen; lies also, läugne, kraft meinesDoctortitels sage ich, Du seiest ein Esel.
Ihr habt gesehen, wie Luther auf der Unterredung in Marburg,welche Philipp von Hessen bestellt hatte, sich weigerte, den Sacramen-tirern, welche Calvin repräsentirt, den Friedenskuß zu geben, und wieer sie bei seinem Abgänge nach Wittenberg dem Zorne Gottes und derMenschen überantwortete.
Wie kann nun der ungarische Dichter diese „Unterweisung" alsdas herrlichste Geschenk lobpreisen, welches der Himmel der christlichenWelt seit den Zeiten der Apostel geschenkt habe!
Will Luther das Blatt, auf welchem Calvin das Brod und denWein der Eucharistie als Sinnbilder darstellt, als eine Eingebung desbösen Geistes nicht zerreißen!
Wie kann der Professor Samarthanus Basel um den christlichenSchatz, den Frankreich nie mehr erlangen wird, beneiden!
1) llllristinnne roligionis in8titutio, p. 23S.
2) II... 240.
3) Luther's Tisch-Reden.
4) kloc ckoleo tnntum guocl nkre>>w»s nodis 8,8, guockgue alter Ioguen8llslvinus, nein^e In8titutio rkristisns sck no8 non perveniat. InvicleoOermsnise, gmg gnock ills sssegui non possuinus." Handschrift von Gotha.