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1 (1843)
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Marot wurde zurückberufen und fiel unglücklicher Weise in dieKlauen eines Gelehrten, der für das Hebräische eingenommen war,und ihn nicht mehr loslassen wollte, bis der Dichter versprochen hatte,er wolle den heidnischen Musen entsagen und in der Weise des KönigsDavid singen. Marot versprach es, hielt Wort, und setzte sich hin,um die herrlichen Hymnen der Propheten, von deren Sprache er keineSylbe verstand, in Reime zu bringen. Stellt euch die Sonne vor,die ihre Strahlen durch einen kleinen Strauch fallen läßt. Die Sor-bonne, die sich nicht um die Poesie kümmerte, aber um die Theologie,fand, daß die Verse Marot's dem Glauben entgegen waren, und ver-warf die dreißig Psalmen des königlichen Kammerdieners. Der Dichterhatte glücklicher Weise einen königlichen Mantel, um sich gegen den Un-willen der gelehrten Versammlung zu schützen: er flüchtete sich unterihn und sang bald darauf:

Seitdem es euer Wille ist, o Herr, daß ich das königlicheWerk des Psalters, das ich begonnen, vollende, was auch jedeSeele wünscht, die Gott liebt, habeich keine Erlaubniß uöthig. Magsich nun für beleidigt halten wer da will; denen ein solches Gut nichtgefallen kann, sollen denken, wenn sie es nickt schon gedacht haben,daß es mir gefällt, ihnen zu mißfallen, wenn ich euch gefalle."

Das Parlament hielt es mit der Sorbonne, es bestand auf ihremUrtheil, und der König war genöthigt, seine Räthe zu vernehmen; aberder Dichter fand reichlichen Ersatz: seine Psalmen machten einen Thcilder Belustigungen des Hofes aus.

Nun sage man uns nicht mehr, die Refvrmirten seien die LehrerFrankreichs gewesen. Blühte der Baum der Wissenschaft nicht schondamals, als Calvin unter Mathurin Cordier studirte? Nisard sagte,Calvin sei nach der Methode Melanchton's gebildet worden; dieseMethode war aber in Frankreich noch nicht bekannt, als Cordierseine Dialoge veröffentlichte, Ravisius Teptor seineOllicins cornucc»;>igc," und sein8>>ocimcn LjntlictorumAleandro sein Lexicon,Sadolct seine Schriftein littcris recte iiistituonäiii," Budäus seineAbhandlungcke 8tullil> littcrnrui» recte inütituvmio," Tissot seinehebräische Grammatik, Fichet seine Rhetorik, Martin Delphe seine Abhand-lung von der Redekunst. Was könnte nun die Reformation anführcn,das sie in dieser Zeit Förderndes hervorbrachte? Höchstens diePsychopan-nychie" Calvin's und die Ode Beza'sin ,Vullc6vrtum." Und da gibt

1) klloriiiwnck clc ksemouck.

2) Itevuc. ,1c ckeuv iKuucke». Oetobrc k83tt.