um den sich alle Völker streiten, dem Ingolstadt die Leitung des Unter-richts anbietet, Löwen seinen ersten Lehrstuhl, Spanien ein Bisthum,Rom den Purpur, der Churfürst von Sachsen seine Universität. Eras-mus müßt lhr haben, ich verlange ihn im Namen der drei Wilhelme,unseres Bischofes Wilhelm Petit, eueres großen Arztes Wilhelm Copund eueres Schülers Wilhelm Budäus. — Erasmus war einigeZeit in Versuchung, ob er den Bitten des Königs nicht nachgeben solle,nicht weil ihm hohe Ehrenstcllen versprochen wurden, sondern wegendes Burgunderweines, den er in Paris zur Herstellung seiner verdor-benen Gesundheit gerne getrunken hätte. 0
Unglücklicherweise hatte Franz I. einen Rivalen an Carl V., derihn im Felde der Wissenschaften besiegte, wie er ihn in Pavia besiegthatte. — Erasmus wurde uns entzogen.
Das Drcisprachencollegium wurde deßhalb nicht weniger begünstigt.Es wird sich eine königliche Wohnung auf dem Platze des Palastes deNesle erheben. Da werden schöne Wohnungen für die Professorenund große Säle für die Schüler hergerichtet. Fünfzig tausend Thalersind für die Unterhaltung dieses Instituts bestimmt. Man wirdeine Capelle erbauen, zu welcher ein römischer Baumeister, den mansich von Leo X. erbitten wird, den Plan entwerfen soll. In dieserCapelle werden vier Canonicer und vier Kapläne den Kirchendienstversehen. Adalbert Catin wird die Rechnungen führen und die Zah-lungen besorgen; Nikolaus de Neuveville-Villeroy, der Finanzsecretär,und Johann Grollier, der Schatzmeister von Frankreich werden denUeberschlag bestimmen; Peter des Hotels wird die Ausgaben unter-suchen.
Der Tod nahm Franz I. in dem Augenblicke hinweg, als dasCollegium erbaut werden sollte.
Die Professoren waren schon ernannt und besoldet: zwei für diehebräische und zwei für die griechische Sprache, deren Vorlesungen un-entgeltlich gehalten werden sollten. Dieses Collegium heißt das „könig-liche": jeder Professor erhielt jährlich 450 Livres und eine gute Pfründe,die ihren Nachfolgern später wieder entzogen wurde, „man weiß nicht,
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2) Lelleloret, Uist., liv. 6, cb. 65. I.oul!; Vr^in, (mckv cles ni-nile-Oe-p. 630.
3) Uist. cke Is ville äe ksris, t. 2., p. 040. Lreuves, l. 2., p. 578. —CsIIsnck.