Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
61
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rurch welchen Schmarotzer," sagt Ramus in der Schrift, welche eran Katharina von Medicis richtete.

Wißt Lbr nun, wer die Ernennung für die neuen Lehrstühle trifft?Nicht der König, obwohl er ein Kenner ist; sondern die öffentlicheStimme, welche ihre Wahlen schon zum voraus getroffen hat, wie einGeschichtschreiber jenes Fürsten sagt.

Um einen Professor der hebräischen Sprache mußte man seinAugenmerk auf Italien richten; ein Venetianer, Paul Paradis, einzum Katholicismus bekehrter Jsraelite, der den Talmud auswendigkannte, wurde gewählt. Paul Paradis starb im Jahre 1555; beweintvon ganz Paris und unter Lobgesängen ging er in's andere Leben über:

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Johannes Nikolai, der Bischof von Apt, brachte den andern Pro-fessor der hebräischen Sprache, Guidacerio, welchen Leo X. mit Wohl-thaten überhäufte, und der in Paris, wie er sagte, ein glücklicheresLoos fand, als ihm die Mediceer und alle Päpste in Rom hätten ver-schaffen können.

Vor einem Namen, der alle andern auslöscht, wollen wir unsverbeugen! Es ist ein armer Pfarrer des Dorfes Brametz in Valois,der zur Zeit der griechischen Auswanderung einen flüchtigen Hellenenauf seiner Wanderung anhielt, mit ihm das Brod seines Dienstestheilte und dafür von ihm in die Kenntniß der griechischen und hebräi-schen Sprache eingeweiht wurde; cs ist Vatablus, der den Gelehrtenwohl bekannt ist, der sogar Hebräer in seine Vorlesungen zog, dieüber seine Gelehrsamkeit in Staunen versetzt wurden und bedauerten,daß Gott den Professor nicht im Judenthumc habe geboren werdenlassen.

Vatablus, dessen religiöse Ansichten man verdächtigen wollte, warein guter Katholik, der sich mit Vorliebe an Ignatius von Loyolaangeschlossen hatte. Dieser hielt als Schüler bisweilen seine Studien-genossen ab, den Repetitionen beizuwohnen, um in die Kirche zu gehenund zu beten. Govea wollte ein Erempel statuiren. Es handelte siebdarum, bei dem allzu frommen Zögling dieAula" anzuwendcn, dasheißt: einige Geißelhiebe auf den nackten Rücken des Strafbaren, welche

1) t-itillurck, llist. ite l.

2) Du bhesnt.