Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
39
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rühmt zu werken. ^ Er versuchte jeroch eine schüchterne Gegenredezu Gunsten einiger Hugenotten einzulegen, ric man öffentlich verbrannthatte: cs ist die Arbeit eines zweideutigen Gcmüths, das anders hantelt,als cs spricht, wie Papvrius Maffon sagt.

Es ist Calvins erstes Werk und führt ren Titel;Ile Clsmontia;"eine Umschreibung der Schrift eines lateinischen Autors, aus demZeitalter des Verfalls der Wissenschaft. Uebrigens ist es hier wohlras erstemal, daß ein Commentator ras Leben desjenigen nicht kennt,ressen Werke er an's Licht bringt. Calvin hat die beiden Seneca,ren Vater unt ten Sohn vermengt, er macht aus dem Redner undrem Philosophen nur eine und dieselbe literarische Person, sie lebenein einziges Patriarchenleben von 115 Jahren.

Man muß an Varillas entschuldigen, daß er diesen Jrrthumtes Biographen Seneca's des Philosophen mit zu großer Empfindlichkeitausgedeckt hat, man darf sich nicht, wie die Geschichtschreiber der Re-formation über das stolze Wort des französischen Geschichtschreibers er-zürnen. Welcher Protestant machte es nicht eben so wie Varillas,wenn ein solches Versehen einem Katholiken begegnet wäre.

Die literarische Arbeit Calvins, eine Art Auslegung zu der Abhand-lung Seneca's könnte auch von einem Schriftsteller aus der Zeit derWiederauflebung derWiffenschaft verfaßt sein: cs ist eine mönchischeAuseinandersetzung, von der man glauben sollte, sie sei in der Zelleeines Benediktiners geschrieben worden, so sehr drängen sich die Citate,so groß zeigt sich die Gelehrsamkeit, die von griechischen und lateinischenNamen der Poeten, Geschichtschreiber, Moralisten, Redner, Philosophen,Philologen umringt, einherschreitet. Calvin ist ein gefallsüchtigerSchüler, der mit seiner Belesenheit und seinem Gedächtnisse Aufsehenmachen möchte. Sein Buch ist eine offene Gallerte aller litera-rischen Berühmtheiten alter und neuer Zeit, welche der Commentatorzu Hilfe nimmt, um dunkle Stellen zu beleuchten. Der junge Rednerliebt sein Vaterland; wenn er auf seinem Wege einem historischen Na-men begegnet, der seine Ansicht erklären kann, beeilt er sich, ihn mit

1) k'nus <le I'lelie immunen», meckiucri, 5e» potius mullic» eruclitmneI'rueckitus, ni'kil in me bsde-nn, guock spem »liginnn celeiiritali? ex-citsre gosüit.

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