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passendes Beiwort, oder eine Redensart horte, die nicht classisch war;sein Kopf war bei der geringsten Anregung bereit, Verse aller Art zumachen; seine Seele nahm aber nicht Antheil an diesem mechanischenGeschäfte. So könnt ihr sehen, wie er unruhig wird, wenn die Refor-mirten in der Abtei von Cluny ihre Verheerungen anrichten, vielleichtauch beim Anblicke der verstümmelten Statuen und Arabesken, welchedie Lanze eines Soldaten zersplittert, und wenn der Fanatismus andreWunder der Kunst vernichtet; er wird aber kalt bleiben wie Stein,beim Anblicke der Priester, welche all diese Denkmale errichteten, demHerrn weihten und opferten, wenn man sie von diesen heiligen Wohn-orten verjagt, wenn man sie ohne Brod und Obdach läßt. Melanchthonist nicht so geartet: bei ihm ist es die Seele, welche lebt und fühlt.Betrachtet das Angesicht Melanchthons, wenn Luther in Coburg diegeistliche Herrschaft zernichten will; ihr werdet bei ihm Thränen überdie Wangen fließen sehen. Er beweint die Zerstörung des Episcopats,aber er verbirgt seine Thränen aus rein menschlicher Achtung, aus allzu fleischlicher Neigung, die er für seinen Vater empfindet, Wenn ereinst durch Straßburg wandert, wie Beza, dürft ihr versichert sein,daß er die Stimmen versteht, welche ihm die Steine des Tempels zu-rufen, und daß er den Glauben der Bischöfe, welche in der Gruft desMünsters ruhen, nicht verhöhnen wird. Er wird sic nicht verdammen,wie der Schüler von Vezelay. Seine Mutter ist eine Katholikin, wiedie Mutter Beza's und Calvin's, und er konnte sich nicht denken, daßGott nicht Mitleid haben sollte mit einer Frau, die ihn mit ihrer Milchernährte. Calvin sah Alles in Flammen verfallen, was nicht auf demWege der Reform zum Lichte ging. Ihr irret, wenn ihr glaubt,Gott habe Beza neben Calvin gestellt, um seinen wilden Eifer zumäßigen. Beza hat wohl eine Harfe, wie David, er wird sich aberderselben nicht bedienen; und wenn er es thätc, würde Calvin, dersich mit dem Propheten vergleicht, auch auf ihn hören?
lieber eine so kalte Seele, wie die seine, werden Musik und Poesienie eine Herrschaft auszuüben vermögen.
So wird auch die Freundschaft, welche sie in der Schule zu Bour-gcs schließen, ganz weltlich sein, ohne alle geistige Weihe: beide wer-den sie als Werkzeuge des Bösen am Untergange des Papstthums, oderwie sie sagen, der Papstanbetung, arbeiten, ohne Rücksicht auf die
1) l'rvlsee; ckos t'snumos.
2) Man sehe im zweiten Bande das Kapitel unter der AnWrift: Theodor vonBeza.