allerfleißigsten. Sammelt ein in jungen Jahren, sprach er zu ihnen,und rufet euch die schönen Bersedes Dichters in's Gedächtnis;:
„El vvi- sink ilorem, llos kruetum, fruolus Iionorom8io »tudiuw worein, mos sensum, sensus Ironorem."
Er wünschte, daß die Schüler an allen Universitäten befolgen möch-ten, was er zu Toulouse gesehen habe, wo der Student, ehe er trank,einen Text aus dem römischen Rechte erklären, oder auswendig hersagenmußte. Er empfiehlt seinen Schülern, daß sie bei Tische mit keiner Fraureden, sich mit einer oder zwei Schüsseln begnügen, und wenn es möglichwäre, alle zwei Tage nur dreimal essen sollten. O der Schande!ruft er aus, heut zu Tage essen wir nicht nur dreimal alle zwei Tage,sondern zehnmal, und oft sogar dreimal in einer Stunde! Ach, wie weitist ein gelinder Regen dem Platzregen vorzuziehen, der den Boden über-schwemmt und aufreißt!
HI. Kapitel.
Calvin auf der Universität in Bourges1SSS L53S
Ableben Gerhard Calvin's. — Schreiben Johann Calvins an Daniel. — BonrqcS,Andreas Alciati. — Melchior Wolmar. — Calvin kehrt zum Studium derTheologie zurück. - Theodor vou Beza. — Melanchton und Beza. — DieLehre von der Vorausbestimmung. — Calvin kehrt nach Paris zurück. — Pre-digten. — Die Staatsgewalt verfährt mit Strenge gegen die Reformation.
Die Ansichten Gerhard Calvin's hatten sich geändert. Sei es, daßer die religiösen Richtungen seines Sohnes vorausgesehen hatte, sei es,daß er in der Ferne schon die Kämpfe gewahrte, in welche sich der Katho-licismus einlassen wollte und in denen der Neuling leicht erliegen könnte,
1) 1er in ciaobus cliebrm commeäero,