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1 (1843)
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sich zu den Neuerungen in Deutschland, weil sie Geburten von gesternwaren, und weil diejenigen', welche sie verbreiteten, mit den SprachenHomers oder Virgils wohl bekannt waren.

Cordier hatte noch keine Kunde von den poetischen Werken Bem-bo's, Bibiena's, Sadolet's; sein Augenmerk war auf Base! gerichtet,wo Oekolampadius, Capito, und Erasmus das Alterthum wieder in'sLeben riesen; er hatte nie die Alpen überstiegen, um die alten Bild-werke zu beschauen, welche aus der Erke gegraben und mit Liedern ingriechischer, lateinischer und hebräischer Sprache begrüßt wurden. ZurZeit, als Deutschland eine neue Glosse über den Text der heiligenSchrift zu setzen versuchte; als es die Schattenseite des Mönchthums inken kleinen Briefen Huttcn's verfolgte; als cs in Wittenberg mit Ent-zücken auf die Erklärungen hörte, welche Mclanchthon zum Aristophanesvortrug; als es sich in dem Augustinerklvster zu Erfurt um Lutherdrängte, der seine zornerfüllten Reden hielt; als es Melanchthon,Erasmus, Hutten, kiese leuchtenden Gestirne des neuen Auflebens hatte:kamals weckte Italien den Geist Macchiavclli's, eines Annalisten in derWeise des Tacitus; es besaß Ariost, einen Dichter, der mit Homer zuvergleichen ist; Guicciardini, einen Geschichtschreiber, der oft so glühendist, wie Sallust; Tasso, den Plato nicht aus seiner Republik verbannthaben würde; Michael-Angelo, Raphael, Benvenuto Ccllini. Daswar ein Himmel, voll von Dichtern, Malern, Bildhauern, Geschicht-schreibern und Rednern; ein Himmel, der zu jeder Stunde des Tagesoffen stank, und aus dem eine der Gottheiten fort flog, um sich inBourges niedcrzulassen und unter dem Namen Alciati die Rechtswissen-schaft zu lehren; eine andere, um unter dem Namen Alcandro ander Universität Paris die Sprache der Hellenen zu verbreiten.

Das war ein Schauspiel, das für Eordicr geschlossen war, dernicht sehen wollte, der hartnäckig das nahe Erwachen des Geistes prophe-zeite, als Italien unter dem Schutze des Papstthums schon seine Epikerhatte.

Der Professor am Eollegium Montaigu, unter welchem Calvin dieDialektik studirte, glich nicht dem Lehrer am Collegium de la Marche.Er war ein Spanier von Geburt, seinem Glauben sehr ergeben, undhielt trotz allen Sarkasmen, welche das gelehrte Deutschland aufden Philosophen von Stagpra schüttete, fest an seinem Abgott Aristo-

1) Es möge uns erlaubt sein, den Leser auf unsereGeschichte Luther's" hin-zuweisen, wo wir in dem KapitelLeo X,," den Einfluß geschildert haben,den dieser Papst auf die Wissenschaften übte.