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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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381
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Die Wissenschaft des scl. Albertus. 381

(xui'Anvit) und sie vom Keim der Sünde befreit (nach dem Ausspruchdes Lombarden)."

Den Unterschied zwischen läßlicher und schwerer Sünde bestimmtAlbert in Kürze dahin, daß er sagt:Die läßliche Sünde ist einWort, ein Werk oder eine Begierde praetor IcAcur Oei, die schwereaber contra. ICACM Der

Die Lehre von den Todsünden und ihren Töchtern hat Albertusim weitesten Umfange erörtert.

Bei der Unkeuschheit redet Albertus von Einigen, die sich dieLeute vom neuen Geiste (6c novo spiritn) nennen, und die unlautereBerührungen u. dgl. nicht für Sünde hielten. Er sagt von ihnen:Das ist nur eine neue Häresie, die aus der alten Häresie des Pela-gius entstanden ist Z."

In der Abhandlung über die Angenlnst zählt er die hieher gehöri-gen Sünden aus und sagt dann:Aber die Beschäftigung mit Lob-würdigem und Gutem, wie das Studium der freien Wissenschaften, istgut, und gehört daher nicht zu dieser bösen Wurzel. Dagegen wohldie Beschäftigung mit der Magie und Nckromantie, denn dieses sindböse, überflüssige und von der Kirche verbotene Dinge ^)."

Den Grundsatz: Der Zweck heiligt ein Mittel, verwirft Alber-tus gänzlich, wie wenn Einer stiehlt, um einen Armen speisen zu können Z.

Die Sünde gegen den heiligen Geist bestimmt er dahin, daß ersagt, sie sei die Sünde aus gewisser Bosheit, die keine Entschuldigunghat, dazu gehört aber die Verhärtung des Geistes, wobei die FurchtGottes verschwindet und Verachtung Gottes erscheint, und so ist dieseSünde die dauernde Bosheit eines unbnßfcrtigen Herzens °)."

Bei der Frage über das Verhalten zur weltlichen und geistlichenObrigkeit bemerkt Albertus:Der weltlichen Macht ist in dem zu ge-horchen, was zur Ordnung des Staates und der Gemeinschaft (civili-tntis et coirnriruritntis) gehört, und darin kein Widerstand zu leisten.

1) Summa tbeol. II, x. 518. Er macht hiebei acht Eintheilungen der Sün-den, in Bezug auf den rsatns pseeati, in8trumenta peeoati, materia, ean8ae, in-eiinantia peeeainm, imes pseeatorum, xenea eum, in guem peeeatur, tormalein peeeato.

2) Lumina tbeol. II, p. 552.

3) Ibiä. p. 579.

4) Ibiä. p. 581.

5) Ibiä. x. 589.