Die Wissenschaft des sel. Albertus.
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„Um die Dinge an sich zu erkennen, ist Metaphysik nothwendig;um die Einzelnen in ihrer Diesigkeit, in ihren Eigenthümlichkeiten zuerkennen, dazu werden die andern Wissenschaften dringend erfordertff."
Den Ursprung dieser Wissenschaft, die keiner andern bedarf,suchen wir in dem natürlicheil, allgemeinen Drang der Menschen nachWissen 2)."
In Betreff der Erkenntnißfrage spricht sich Albert im Geiste des Ari-stoteles also aus: „Der Verstand (intsllsotns possikllis) ist wie eineleere Tafel, bereitet für alles Wißbare von Natur ans, vermöge der wirAlles zu wissen wünschen. Aber man strebt darnach nicht wie nach demGegensatz, sondern weil in ihm ein Aehnliches, ein Komplement ist,wie das Schlechte nach dem Guten, das Weib nach dem Mann ff."
„Mechanische Künste sind solche, welche nicht um ihrer selbstwillen, sondern um des Nutzens willen betrieben werden, wie Zimme-rerei, das Schuhmachcrhandwerk; liberale Künste aber sind solche, welchewir um ihrer selbst willen betreiben, Musik, Tanz, Erzgußknnst ff."
„Formal kommt das Wissen zu Stande durch Erfahrung und durchdas Universale."
„Platon's Ansicht, daß das Wissen eingeboren sei, ist Jrrthumund Täuschung; nur als Anfang, als Möglichkeit ist das Wissen demMenschen angeboren."
„Die Metaphysik ist allein eine ganz freie Wissenschaft, weil sieum keiner andern Wissenschaft und um keines Nutzens willen betriebenwird ff."
„Die Metaphysik ist keine aktive, sondern eine contemplative Wis-senschaft, denn ihr Zweck ist das Wissen allein ff."
„Die Metaphysik ist auch freie Wissenschaft (weniger das Tri-vium, Grammatik, Logik, Rhetorik, weil sie um andrer Dinge willensind), weil ein Geist, der mit Sorgen für das Nothweudige umgebenist, nicht philosophiren kann. Sie ist eine göttliche Wissenschaft, weilsie von Gott kommt. Sie ziemt dem Manne, nicht dem Weibe. DieDichter sagen: Die Götter hätten den Menschen um diese Wissenschaftbeneidet, darum habe Apoll den Hippokrates getödtet. Aber das ist
1) ületapN. p. 4.
2) Idiä. p. 5.
3) Iviä. x. 6.
4) Idiä. x. 8.
5) tbiä. x. 18.
6) tbiä. p. 19.
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