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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Kapitel XXXIX.

das Haupt zu umgeben scheint. Ich fand selbst, daß das nicht Glas,sondern Stein sei, nnd nahm darum an, daß es durch die Natur, nichtdurch Kunst gemacht seift."

Im dritten Buche spricht Albert dann von den Metallen ft imAllgemeinen, ihrer Materie, ihrem Entstehnngsort, der Ursache ihrerBildung und ihrer wesentlichen Form. Er unterscheidet sieben Haupt-metalle in Analogie mit den sieben Planeten, nämlich: Quecksilber,Blei, Zinn, Silber, Erz, Gold ft, Eisein Darauf bespricht er die Eigen-schaften der Metalle, ihre Dehnbarkeit, Farbe, Geschmack, Geruch, Ver-brennbarkeit, Verwandlung im Allgemeinen und schildert dann jenesieben Metalle im Einzelnen (im vierten Buch).

Im fünften Buche handelt er von den sogenannten Medien (Mit-telkörpern): Salz, Vitriol, Alaun, weißer, gelber nnd rother Arsenik,Markasit (Nnrolinsita, wohl Schwefelkies?), Soda (Nitrum), Tuchiaund Elektrnm.

Wir sehem aus diesen Notizen, daß Albert auf dem Gebiete derMineralogie bedeutende Kenntnisse besessen und nicht die Jgnorirungverdiene, die ihm in den Geschichtsbüchern dieser Wissenschaft gewöhn-lich zu Theil wird. Ist auch seine Eintheilung der Mineralien ft (inSteine, Metalle und Media) noch unvollkommen, huldigt er auch viel-fach noch Vorurtheilen und dem Aberglauben, so müssen wir bedenken,daß ihm wenige Vorarbeiten zu Gebote standen, daß er im dreizehntenJahrhundert, nicht im neunzehnten gelebt, und daß vielleicht doch nichtAlles bloßes Vorurtheil sei, was uns in der Neuzeit als solches er-scheint ft. Wir werden ohne Zweifel dann seinen originellen An-schauungen, seinem Bestreben, eigene Beobachtungen anzustellen, sei-nen Ansichten über die Alchymie n. dgl. unser Lob nicht vorenthalten.

1) Min. p. 239. Alle solche Bilder auf Steinen und Gemmen leitet Albertusnoch von dem Einfluß eines Sternbildes ab.

2) Er sagt bei dieser Gelegenheit, er habe einmal in fremden metallreichen Ländern geweilt und da die Natur der Metalle erforscht.

3) Er nennt als Fundort des besten Goldes in Deutschland: Turbeth (?). AuchBöhmen enthalte viel Gold.

4) Es erhellt daraus, daß die Sage, Avicenna habe schon die Mineralien invier Klassen eingetheilt (in Steine, Metalle, schwefelige Substanzen und Salze) un-richtig sei. Vgl. Okken's Mineralogie S. 26.

5) So hat die wirkende Kraft der Metalle und Edelsteine auf die physischennd seelische Natur des Menschen an der Seherin von Prcvorst sich neuerdings be-stättigt. Zugleich ist merkwürdig, daß Albertus immer bei dieser Schilderung dasWörtchen „soll" beisetzt- Z. B. der Smaragdstein soll dieses bewirken n. dgl.