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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Die Wissenschaft des sel. Albertus.

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daß man ihn mit der Hand herausnehmen kann. Das hat ein Ge-fährte von uns in Paris gethan

„Der Virites (?) brennt den ihn schnell Berührenden, wie auchmanchmal eine Nachteule es thut, wie ich selbst öfter erfahren ^)."

Im dritten Traktat spricht Albert seine Erfahrungen über dieSteinsicgel und die Bilder ans Steinen aus, auf Bitten der Brüder,und weil das Bisherige Alles irrthümlich ist. Er führt als Bei-spiele an:

„Als Jüngling (juvonis) war ich in Venedig, da wurden Mar-more behauen zum Schmuck der Tempelwände. Da traf es sich, daßauf einem beschnittenen Marmor ein ganz schönes Hanpt eines Königsmit Krone und langem Barte erschien, nur die Stirne war zu hoch;wir Anwesenden sahen, daß das von der Natur gezeichnet war. Alsman mich um die Ursache fragte, sagte ich, der Stein ist aus Dunst ent-standen, der zur Höhe steigt."

„Lange Zeit nachher, da ich in Paris unter den Lehrern und imOrden (äs §rsZ6) war, kam zum Studium dahin auch der Sohn desKönigs von Kastilien. Als dessen Köche Fische kauften, erwarbensie auch einen, der im Lateinischen Peccet heißt, gewöhnlich aber Pleisgenannt wird und sehr groß war. Da er ausgeweidet wurde, fand manin seinem Bauche die Schaale einer ganz großen Auster, die mir jenerPrinz aus Liebe zustellen ließ. Die Muschel zeigte in der geglättetenHöhlung die Gestalten von drei Schlangen mit erhobenem Antlitz, sodaß selbst die Augen trotz der Kleinheit nicht fehlten. An der Außen-seite sah man an zehn Schlangen, mit dem Halse zusammengebunden,während Köpfe und Leiber getrennt waren. Und auf jedem Bilde warsogar die Oeffnnng am Munde und Schweife der Schlange zu sehen.Diese Muschel hatte ich lange und zeigte sie Vielen. Später sandte ichsie Einem nach Deutschland als Geschenk ^)."

„Zu Köln ist im Schrein der heiligen drei Könige ein Onyx vonbedeutender Größe, eine Hand breit und darüber. Dieser gleicht einerSchlange. Man sieht darauf zwei ganz weiße Jünglingsköpfe untereinander gemalt. Aber an der Stirne ist eine schwarze Schlange, dieihre Häupter umschlingt. An der Kinnlade des Einen ist ein ganzschwarzer Mohrenkopf mit langem Barte, während unterhalb am Halsewieder die Schlangenfarbe erscheint, so daß ein Gewebe mit Blumen (?)

1) Mn. x. 237.

2) Idiä. x. 237.

3) Idiä. p. 238.