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Kapitel XXXIX.
Edelsteine sich anssprachen. Wenig genügende Kcnntniß verschafft unsauch Plinius in seiner Naturgeschichte, der die Ursache der Steine nichtweise und nur im Allgemeinen andeutet. Wir werden also, nicht im-mer deren Meinung anführcnd, eine genügende Belehrung ertheilcn,wenn wir angcben die Materie und Verbindung der Mineralien, ihrenächste Ursache, ihre Form und ihre Accidentien, während wir die Fra-gen der Alchymistcn über Verwandlung der Steine in einander, überihre medicinische Wirksamkeit als Elixir, über Geist und Leib der Steinebei Seite lassen
Im ersten Buch spricht Albert im Allgemeinen von den Minera-lien, im zweiten von den einzelnen Mineralien.
In Bezug auf die Materie der Steine sind sie nach Alberts An-sicht entweder die Art einer Erde oder des Wassers Z.
„Die Materie der mehr oder weniger durchsichtigen Minerale istnicht reines Wasser. Das sicht man, weil durch Kunst das durchsich-tige Glas gemacht wird und zwar ans der Feuchtigkeit, die ans ver-schiedenen Aschen, des Bleis, Kiesels, Eisens n. s. f. durch dasstärkste Feuer gewonnen wird, und ans den Trvpfsteinbildnngen
Dabei vergleicht Albert schön das Werk der Natur mit dem derChemiker. „Dort wirkt die Natur ohne Schwierigkeit und Mühe, durchsichere und wirksame himmlische Kräfte, die in der Materie liegen, durchEinfluß von Intelligenzen, die nicht irren, außer im Zufälligen, nämlichin der Ungleichheit der Materie. Hier aber geschieht Alles mit Müheund vielen Jrrthümern; in der Kunst ist nichts von jenen Kräften,sondern nur die erbettelte (msnäieutÄ) Zusammenwirkung des Genie's(inZeiiii) und Feuers Z."
„Die Ursache der Entstehung der Minerale ist die mineralischeBildungskraft des Steines ^)."
„Die Steine haben keine Seele, da sie kein Leben, keine Ernäh-rung, keine Organe haben o)."
„An Ufern und Bergen entstehen immer oder meistens die Steine,
1) Vs mineralibus p. 211. Hier gibt uns also Albert fast ganz eigene Ar-beit, und mit wahrer Klugheit läßt er wieder die sonderlichen Fragen der Alchymi-sten und Elixirmacher der Zeit bei Seite.
2) Oe min. x. 211.
3) Ibiä. p. 213.
4) Ibiä. x. 213.
5) Ibiä. x. 214.
6) Ibiä. p. 215.