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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Die Wissenschaft des sel. Albertus.

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Ueber Ernährung lesen wir noch: „Alles, was aus Elementenzusammengesetzt ist, kann nicht aus Einem Elemente sein Leben erhal-ten, auch nicht der Salamander, Häring und Stör, das ist nur Schein')."

Höchst merkwürdig ist die Ansicht des Albertus über das Begin-nen der Alchymistcn: „Ich längne gerade nicht die Behauptung derChemiker, daß durch recht unterhaltenes, scharfes und langsames Feueraus jedem Ding Oel, Nitrum und Gold gezogen werden kann; aberdiese Ansichten sind sehr schwer zu verstehen und jene Prinzipien durchdie Kunst nicht ganz anszuführen ^)."

Ueber mehrere eigcuthümliche Käsebereitungcn und das Brennenguter Ziegel (die erst in der Sonne gut getrocknet werden müssen, undnie im Winter gut gemacht werden können) gibt Albertus Aufschluß.Auch erklärt er, wie Eisen schnell geschmolzen, wie Quecksilber kanngetrocknet werden, warum man Bogen und Balläster aus Horn oderedlem Holze machen müsse, u. ft f. ')

Ueber die Arten der Kohlen gibt auch Albert seine Ansicht kund:„Einige entstehen, wenn entweder brennendes Holz durch Wasser aus-gelöscht wird, oder wenn grünes Holz augezündet wird, worauf dasFeuer, mit Erde bedeckt, das Feuchte in ihnen austrocknet, aber nichtunterbricht; das sind die dauerhaften Kohlen. Die andern entstehennatürlich in der Erde; wenn nämlich ein Boden, feucht und sumpfig,durch die Hitze, die von der Materie der Erde auf ihn rcflcktirt, ent-zündet wird, dann verbrennt das Feuchte und die schwarze und sehrschwere Erde bleibt zurück, vielfach unterbrochen, doch nicht ganz Asche;das sind die Kohlen, die heißeres Feuer geben und von den Schmie-den vor allen gesucht werden. Es finden sich solche in Deutschland undin Gallien bei der Stadt Leiden."

Sofort geht Albertus zur Mineralogie über. Er spricht davonin fünf Büchern und unterscheidet Steine, Metalle und Mittelmincra-lien, wie Alaun u. dgl. „Darüber," sagt er, „habe ich keine Bücherdes Aristoteles gefunden, nur theilweise Excerpte. Was Avicenna dar-über im 3. Kapitel des I. Buches geschrieben, genügt nicht. Uebereinzelne Arten der Steine schrieben nach ihrer Erklärung Hermes Cuates,König der Araber, Dioscorides, Aaron und Joseph, die auch über die

1) Net. x. 172.

2) Ibiä. p. 178. Er hält die Goldmacherkunst theoretisch also für möglich,praktisch für unmöglich, eine Ansicht, die noch jetzt Naturforscher unterschreibenkönnen-

3) Net. p. 180, 191.