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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Kapitel XXXIX.

Alle Sterne haben ihr Licht von der Sonne; nach ihrer Edel-art oder Dichtigkeit haben sie verschiedene Farben."

Die Sterne sind nicht feurig."

Die Sonne steht in Mitte der Sterne."

Alle Sterne sind von sechs Größen."

Manches läßt sich nicht beweisen in der Lehre vom Himmel, aberhinlängliche Gründe kann man anführen."

Wir werden hierin dem Aristoteles folgen, aber auch nicht weg-lassen, was wir aus Andern und uns Geeignetes beizufügen wissen."

In Bezug auf den Mondschattcn oder die Flecken im Mond sagtAlbert:Sonst glaubte man, das Bild im Mond, der wie ein Spiegel,sei der Reflex der Berge und Meere, die über die Runde der Erdehervorragcn. Das billige ich nicht, sondern ich sage: Die Figur istvon der Natur des Mondes, der irdischer Art ist. So viel wir selbstaus fleißiger und häufiger Beobachtung durch Augen-schein wissen, scheint der Mondschatten von Osten gegen den unternTheil des Bogens des Mondes zu seyn und die Gestalt eines Drachenzu haben, der seinen Kopf gegen Westen wendet und den Schweif ge-gen Osten, dessen Schweif am Ende nicht spitzig ist, sondern breit wieein Blatt, das drei Krcistheile neben einander hat. Am Rücken desDrachen steht die Gestalt eines Baumes, dessen Zweige vom Mittel-stamm aus schief gegen Osten hin von unten ausgehen; über demSchiefen seines Stammes durch Schultern und Haupt angclehnt istein Mensch, dessen Beine herabhängen vom obern Theil des Mondesgegen Westen, in welche Figur die Sterndeuter die größten Kräfteverlegen Z."

Ueber Porosität sagt Albert im Buch über Generation:Nichtalle Körper sind porös, die mathematischen gar nicht, die physischennicht nothwendig, sondern nur wodurch etwas athmet oder eingeht;so hat ein feuchter Körper keine Poren, oder sie werden schnell wiedervernichtet

Der Sonnenkreis, in dem die Quelle der Wärme, ist da, dasFeuer zu bewegen, und die Mondscheibe ist da, um das Wasser zu be-wegen, daher ist Ebbe und Fluth des Meeres nach der Größe unddem Alter des Mondes verschieden ss."

1) Oe eosl. et in. III, 120. Er sagt auch: Ein mathematischer Körper istunendlich theilbar, aber nicht ein physischer. Alle Generativ aus Korruption.

2) Oe geneeat. p. 39.

3) Ibiä. VI, x. 41.