Die Wissenschaft des sel. Albertus.
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Ende der Zwillinge und am Anfang des Krebses, in welchen wegenBengnng des Thierkrcises die Sonne gleichsam durch 24 Grabe amselben Orte zn stehen scheint; und nicht weit verschieden sind die12 Grade am Ende der Zwillinge von den 12 Graden am Anfangdes Krebses am Ende des Centrnms, und die Sonne, aufsteigend durchdie Grade, die am Ende der Zwillinge sind, und herabsteigend durchdie Grade am Anfang des Krebses, beugt ab gegen den Punkt desSommcrsvlstitiums; darum verweilt sie gleichsam am selben Orte,und ihre Strahlen verstärken sich sehr an dem Orte, der unter jenenGraden liegt, weil die Sonnenhitze des einen abweichenden Tagesverstärkt wird durch die Hitze, die vom andern Tag zurückgebliebendurch drei Tage, an welchen sie sich in jenen Graden bewegt. Unddarum ist das Land Aethiopien, welches unter dem Ccntrum liegt,heißer als der Ort, der unter dem Acquator liegt. Aber das ist nochmehr der Fall bei den letzten Graden des Schützen und in den erstendes Steinbocks, weil dort alle drei Ursachen der Wärme zusammen-treffen, die Kürze des Diameters und die diametrale Höhe über demZenith und die Enge des Thierkrcises. Deswegen cs nicht zweifel-haft ist, daß jene Orte glühend und wegen der Hitze unbewohnbarseien.
Die zweite Ursache der Wärme ist die Strahlenbrechung, wo-durch viele Strahlen auf einen Punkt hingelcitet werden, wie durchden Beryll, Krystall oder ein volles, rundes Wasserglas. Dadurchwird ja ein trockener Tuchflcck sogar entzündet, wenn nicht der Winddie Fixiruug der Wärme hemmt, oder die Strahlen zu schief fallenwie im Winter ')."
Andre Bemerkungen des Albertus sind hier noch: „Die Sterneeines Kreises sind gleicher Art, die verschiedenen Kreise verschiedenerArt und Bewegung; die Welt (Orbis) ist rund, hat Kreisbewegung."
„Die Wirkung jedes Sternes auf Reiche und Einzelne zu be-rechnen, das ist Sache der Sterndeuter. Ptolemäus hat zwei Bücherdarüber geschrieben. Daß durch die Sterne den Dingen, neuen Häu-sern, Kleidern, Kräfte zukommen, läugne ich nicht, aber das ist wiebeim Thier die Kraft des Wachsthums, des Verwandelns der Stoffein Fleisch und Blut und Glieder. So machen die Sterne alle zusam-men einen Leib aus, die Einzelnen wachsen durch die Kraft desGanzen."
t) INb. II. äs socio st munä. p. 111.