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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Kapitel XXXIX.

Gott, die erste Ursache, in's Daseyn gekommen ist. Auch das Wesenund die verschiedene Benennung der Form (ckivinuw, oxniinuin, nxxs-tibils, ielsn et purnäiAinn) wird umsassend erörtert, wobei wir gewah-ren, daß Albert schon hier die Formen in Gott und in den materiellenDingen als wirklich und in ihrem rechten Verhältniß anerkennt Z.

Bei der Besprechung der Ursachen nimmt Albertus auch einenZufall (eontinAeirs) an ^) und selbst ein Fatum, legt beiden aber einenchristlichen Begriff bei ^).

Indem ferner Albert von dem Zwecke spricht, der allen Naturge-bilden vorschwebt, erklärt er die Mißgeburten als Fehler, in die dieNatur verfiel, indem sie einen bestimmten Zweck nicht erreichen konntewegen der Verdorbenheit eines natürlichen Prinzips. Dabei erzählt ermehrere Fälle, die ihm selbst schon vvrgekommen, die Geburt einesKindes mit 11 Zungen, 11 Munden und 22 Lippen, das todt zurWelt kam, ebenso mehrerer Hermaphroditen^).

Bei der umfassenden Untersuchung über die Zeit bestreitet Albertdie Anficht (er nennt St. Augustin), daß die Zeit bloß in der Seeleexistire, in gründlichster Weises; er erörtert, warum alles Unvcrän-

1) lud. I pd^s. p. 54. Icle» äieitur et purallixm» ei imagn, seeuuilurn guoclproecäit ad exemplari suo, guod liadet in e»u.x» prim». Omnis cnim form»,gu»e per esse ext in m»teri», prius fuit in motore primo: propter guoä eti»mipso äieitur » Ulatone munäux »rcdetz-pus: propter quoll llietum Iloetdii extverum, eum llicit: lUuullum mente gerens puledrum pulederrimus jpse, simi-lique imngine formans. 8i ergo eonsisteretur form» in oxempl»ri primo, llieiturillea. 8i »utsm eonsilleretur r»lio form»«, »ä quam omni8 form» sit in m»teri»iil», äieitur parsäigm» ete.

2) lud. II l?dxs. p. 87. Lontingens, quoll non lindst e»u8»m per 8e ssä per»eoiäens, quoll ext eflleienx.

3) ?kxs. II. p. 92. Oispositio proviäenliae infu8» tut! ist! conlention! e»u-8»rum äieitur f»tum. Er macht auch die Unterscheidung, daß nicht Alles unter dieHerrschaft des Fatums falle, nämlich die Substanz, Ordnung und Bewegung derHimmel gehöre nicht hinein, sondern nur die Dinge, die ans eine gewisse Art verän-derlich find und daher durch das Fatum zusammengehaltcn werden, damit sie nichtzerfallen, also die Materie der Dinge, die entstehen und vergehen. In der Summader Theologie redet er ausführlicher davon.

4) Idill. II, p. 100. lUeix temporidus praebtat» fuit puell», qu»e nat» fuit äe-penäentibu8 uderidux et eum pillix iuguinis ut »8cell»rum. ivcl visum prodavi-MU8 in quibusllam esse utrumque 8exum, ut » sapientidux llixcerni non potuit.

51 Er desinirt hingegen mit Aristoteles die Zeit: Tempus ext numerux mo-tux aeeeptus » priore et posteriore in motu existentidus. II, p. 190. Er kommthiebei auch seinem Lobredner, Professor Erdmann, zuvor in der Untersuchung desWesens der Langweile, indem er u- A. sagt: Oonxtat »nim» in uno llesilleradili et