306 Kapitel XXXIX.
allgemeines Objekt, so ist sie eine besonder Wissenschaft (soisntia sxs-elnlis).
Sofort unterscheidet Albert die künstliche von der natürlichen Logik.Die logische Erkenntniß, sagt er, liegt in jedem Menschen wie ineinem Samenbehältniß (ssiniimrinin). Durch die Betrachtung derDinge gelangen wir dann zur Bewunderung, von der Bewunderungzum Schließen, und durch Schließen kommen wir zur wirklichenErkenntniß. So verfährt das natürliche Denken, das ist die natür-liche Logik. Die Wissenschaft der Logik hat aber jene natürliche Logiknachzuahmcn, sie lehrt, wie künstlich Schlüsse zu bilden sind.
Diese Wissenschaft der Logik geht allen übrigen Wissenschaften vor-aus und hat hohen Werth. Denn sie ist nützlich znm Glücklichseyn,sie befreit von Phantasmen, verurtheilt Jrrthümer, zeigt die Betrüge-reien, sie gibt das Licht der rechten Beobachtung in Allem').
Darauf behandelt Albert in diesem Buche noch die fünf bekanntenUniversalien (allgemeinsten Begriffe), Gattung, Art, Differenz, Merk-mal (kroxriurn), Accidentien in der Weise der früheren Meister.
Daran schließt sich als zweites Buch die Betrachtung der Prä-dikamente (Grnndeigenschaften), wozu er Substanz, Quantität, Re-lation und Qualität zählt. Auch die bekannten Postprädikamenteder späten: Peripatctiker werden hier angereiht.
In dem darauffolgenden Buche über die sechs Prinzipienhält sich Albert größtentheils an Gilbert's de la Porrä Forschungen Zund bespricht die Begriffe: Form, Aktivität, Passivität, Zeit, Ort, Lage,Haltung, Maaß (äs st iniinis).
Darauf folgen die aristotelischen Bücher xsri Irerinslrins svomWorte und dem Satze ^)j, dann die ersten und zweiten Analyti-ken (vom Schluß uud den drei Schlußfiguren, vom Beweise und derDefinition), dann die acht Bücher der Topik (über Syllogismen undParalogismen) und die zwei Bücher der Elenchen (über die Trug-schlüsse).
Am Schluß der ganzen Reihe der logischen Schriften fügt Albertnoch das Bekenntniß der Mangelhaftigkeit feiner Arbeit bei, aber
1) Vogtes xrse Omnibus eonsiäsrancta. SSt scientiis, nam SSt ntilis aä leli-oitatem, liberal a pbantasiis, errores äamnat, ostenäit talsitates, Minen <tat re-etac eontempialionis in omnibus. I, 30.
2) Er sagt es selbst: I, p. 195.
3) Hier gibt er die schöne Erklärung: Oratio est oris ratio i. s. ratio sermonsexxlicsta.