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Kapitel XXXVIII.
mehreren Städten (Negensburg, Köln, Lauingen) erbaut, und der ganzeOrden betete am 15. November das eigene Officium vom seligen Al-bertus, das die Lektionen aus dem Buche der Weisheit, die Lebensge-schichte nach Prussia und das klebrige ans dem Commune der heiligenBischöfe enthält mit der Oration: „Erhöre, wir bitten dich, o Herr,unser Flehen, das wir vor dir am Feste deines seligen Bekenners undBischofs Albertus ausgießen, und wolle uns im Hinblick ans die Ver-dienste dessen, der dir würdig zu dienen die Gnade hatte, von allenunsern Sünden erlösen. Durch unfern Herrn Jesus Christus. Amen."
So hat also die Kirche selbst den vielen Ehren die Krone aufge-setzt, die die Welt dem großen Albertus zugetheilt. Die Kirche haterklärt, daß der gewaltige Mann der Wissenschaft auch die Tugendendes höhern übernatürlichen Lebens, den Glauben, die Hoffnung unddie Liebe, in außerordentlichem Grade gezeigt; sie hat erklärt, daß erauch durch Weisheit, Mäßigung, Tapferkeit und Gerechtigkeit allenvorangelenchtet, daß Gott aus die Vermittlung dieses Seligen wahr-haft Wunder gewirkt, über die Naturentwicklung hinansliegende Er-scheinungen hervorgerufen habe. Wissenschaft und Heiligkeit, die höchsteAuszeichnung im Gebiete des Erkennens und Wollens, sind also diebeiden Kränze, die das Haupt des Albertus zieren, so lange die KircheGottes Bestand haben wird!
Kapitel xxxvm.
Die Schriften des seligen Albertus.
Das großartigste Denkmal auf Erden hat sich Albertus selbst er-baut in seinen Schriften, die er über alle Zweige des menschlichenWissens geschaffen hat. Ihre Zahl nur in annähernder Weise zu be-stimmen, wird wohl für immer unmöglich seyn, da kein Verzeichnißseiner Zeit vorhanden ist, Vieles ungedruckt geblieben, Manches nochin Bibliotheken verborgen liegt und manches fremde Produkt unterdie Reihe seiner Schriften gezählt worden ist. Beruht auch die An-gabe des Labbö auf einer poetischen Hyperbel, daß Albertus der Weltachthundert Bücher geschenkt habe, so daß er allein alle Bibliotheken