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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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280
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280 Kapitel XXXVI.

hoher Bewunderung darzubrlngen. Ich übergehe die ehrenden Urtheiledes Johannes von Müller, des Wolfgang Menzels, Wachlers Z,Grasses ^) und Andrer, da sie offenbar von den auszcichnenden Lei-stungen nnsers großen Denkers keine auf eigner Forschung beruhendeKenntniß gehabt und in Folge dessen hiebei vielfach unrichtige An-schauungen ausgesprochen, ebenso Bnhle's, Rixncr's, Hcgcl's Bemer-kungen über denselben. Aber die vvllgewichtigeu Urtheile Jour-daiu's, des ausgezeichneten Kenners der mittelalterlichen Philosophie^),des trefflichsten Geschichtschreibers der Philosophie, Heinrich Ritterund des großen Dolmetschers und Geschichtschreibers des Universums,Alexander von Humboldt, müssen hier eine Stelle finden.

Der erstere sagt:Als Theologe und Philosoph ist Albert einerder außerordentlichsten Männer seines Jahrhunderts, ja vielleicht allerZeiten vor ihm."

Ritter, welcher in der Geschichte der Philosophie auch der Scho-lastik wieder die gebührende Beachtung und Achtung geschenkt und mitunsäglicher Anstrengung die Schriften und den Geist der Scholastikersich aufzuschließen gesucht hat^), der darum auch mehrere Schriftendes Albertus wieder selbst gelesen^), widmet in seinem berühmtenWerke auch dem Albertus eine sehr ausführliche Betrachtung und Wür-digung. Er preist seinen unsäglichen Fleiß in Bewältigung des ganzenMaterials der Vorzeit, die Selbstständigkeit seiner Forschungen selbst demAristoteles gegenüber, die Allseitigkeit seiner wissenschaftlichen Bestre-bungen und sagt unter Anderem Z:Eines solchen Fleißes bedurftees, um in das mächtige Gebäude der aristotelischen Schriften ciuzn-dringen, dazu auch die Lehren seiner Ausleger, wie sie hausenweise

1) Geschichte der Deutschen. 3. Ausl. Stuttgart 1837. S. 357.

2) Literärgeschichte.

3) Handbuch der Literärgeschichte aller Völker der Welt II, 2, 1. S- 244.

4) Geschichte der aristotet Schriften im Mittelalter. Deutsch v. Stahr. Hci-delb. 1831. S. 284.

5) Zu beklagen ist bei Ritter nur der Mangel an Kenntniß der katholischenTheologie, ohne welche das volle Verständnis? der Scholastik wohl eine Unmöglich-keit ist.

6) Er sah ein die Lumina tlreoloAiao, die summa äs ercaturis, die plriloso-xkia xauxerum (?) und studierte die kleineren Schriften äe natura et orixine ani-mae, cts uuitats iutelleetus contra tvverroern, äs intclisctu et intelliglliili, äscausa et proeessu universitatis. Vgl. Rttter's Geschichte der Philosophie, 8. Thl.Hamburg 1845. S- 184250.

7) A. a. O. S. 185.