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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Wie die Menschen das Andenken des sel. Albertus feierten. 271

mahnen nur einige spätere Bilder vhne Kunstwerth an den seligenMeister Z. Einige Biographen der letzten Jahrhunderte wissen auchzu erzählen, in der Kirche sei eine Steinkäuze!, von welcher herabAlbertus oft das Gottcswvrt gepredigt habe. Nachdem auch Regens-burg dann im sechzehnten Jahrhundert sich der Kirchentrcnnung größ-tcntheils hingegeben, fiel diese Kirche dem protestantischen Kultus zu.Da nun der lutherische Prediger jene Kanzel bestieg, soll er Plötzlichdie Sprache verloren haben, die er erst wieder erhielt, als ihm eineandre Lehrkanzel zur Seite errichtet worden Z. Von dieser Steinkan-zel aus der Zeit des Albertus konnte ich aber keine Spur entdecken.

So besitzt das stolze Regensbnrg, wenn auch nicht alle, doch nochimmer höchst merkwürdige Denkmäler der Erinnerung an seinen altenglorreichen Lehrer und Bischof Albertus II.

Aber auch Lauingen, das Geburtsort des Albertus, in Schwaben,hat sein Andenken treu bewahrt. Nicht bloß daß an der Ecke desMarktplatzes dort das Haus gezeigt wird, wo Albert das Licht derWelt erblickt haben soll, sondern es mahnt auch ein großes Gemäldemit Inschrift an Albertus, dessen Ruhm den Namen der Stadt Lanin-gen in alle Welt hingetragen hat.

Auf dem Marktplatze daseil'st steht der sogenannte Hvfthurm, ge-baut in den Jahren 14571478, damit von da sogleich ein der Stadtdrohender Ueberfall eines Feindes gewahrt werden könnte. Es ist einzierlicher, gothischcr Nicrecksthurm, der oben in das Achteck übergehtund jetzt mit einer Spitzkuppel abschließt. Eigentlich erbaut als Wacht-thurm, wurde er doch auch benützt, um das Andenkeil berühmter Persön-lichkeiten und Natnrscltenheiten Lauingcns zu feiern. Auf der unternWand sind zwei lebensgroße Figuren gemalt, auf der einen Seite Al-bertus Magnus im bischöflichen Ornate, auf der andern die großeWohlthätcrin Laningens, Gisela von Schwabeck

Bei der Gestalt des Albertus finden wir die abgekürzte Inschrift:Albertus Magnus ist anno 1193 in der Stadt Lauingen geboren,berühmt wegen Gelehrsamkeit. Er war Bischof. Hat gelebt 87 Jahr."

1) Die in der Nähe des Portals angebrachte Statue, welche meist für ein Bilddes Albertus gilt, ist ohne Zweifel ein Bild des hl. Dominikus, dem man später dienoch entfernbare Mitra aufgesetzt hat.

2) So erzählt Jammy in der Vorrede zu den Werken des Albertus.

3) Vgl. darüber Mittermayr's Sagenbuch.