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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Wie die Menschen das Andenken des sel. Albertus feierten. 269

noch vielfach die schwarze vertrat'). Oder es war überhaupt Gebrauch,die Leiber der Priester in der Farbe der Buße zu bestatten.

Das sind also sammt dem lange blühenden Collegium Albertinumdie ehrenden Erinnerungszeichen an den großen Albertus, welche derHauptschauplatz seiner Wirksamkeit, seine zweite Heimath, das heiligeKöln, besessen hat oder noch besitzt.

Den zweiten Rang unter den Städten, welche den Meister Al-bertus unter die Ihrigen zu rechnen befugt ist, nimmt ohne ZweifelRegensburg ein, wo er ja den bischöflichen Stuhl inne gehabt.Auch hier verkünden noch hochinteressante Denkmäler den Ruhm desAlbertus. Wie wir schon früher erzählt, hat sich dort noch ein mittel-alterlicher Lehrsaal erhalten, der den Namen der Schule des Albertusträgt. In diesem Vierecksraumc, der an den Kreuzgang des ehemali-gen Predigerklosters sich anschließt, auf dem noch erhaltenen hochinte-ressanten gothischen Lehrstuhl, dessen Beschreibung und Abbildungwir gaben, und der jetzt dem Eingang gegenüber prangt, sollja des seligen Albertus gewaltiges Wort der Lehre an seine Schü-ler ergangen seyn. Zwar deuten Ornamentik und Bildwerke des Saa-les und Gestühles Z auf die spätere Zeit der Gothik, doch ist es im-merhin möglich und sogar wahrscheinlich, daß Albertus bereits an die-ser Stätte gelehrt und gewirkt habe. Jedenfalls ist aus solche Weisesein Name bei der Nachwelt erhalten und würdig gefeiert worden. Einspäterer Weihbischof von Regensburg, Albert Ernst Gras von Warten-berg sgeb. 1636), der ein besonderer Verehrer des seligen Albertus ge-wesen, verwandelte den Lehrsaal in eine Kapelle, doch so, daß er dieganze frühere Einrichtung unberührt ließ Z. Er erbaute und conse-krirte den Altar (in Zopfform), welcher noch gegenwärtig an der Wandzur Rechten des Eintretenden steht. In dessen Mitte sieht man einversilbertes Brustbild des Albertus aufgestellt, der ein Buch und eineSchlange (antikes Symbol der Weisheit?) in der Hand trägt. AmUntertheile der Figur ist eine Oesfnung angebracht, wo man eine größereReliquie des Seligen sieht mit der Inschrift: RoliHuino saoras

1) Das berichtet W. Durandus im Rationale äiv. (Me. Itd. III, eap. 18. Ersagt: Violaeeo eolore uti in ciiebus, ynibus est usus nigri ooloris, non est in-eonveniens.

2) Am Lehrstuhl sieht man die Gestalt des hl. Bincenz Ferrerius, an denWandsitzen zn beiden Seiten der Thüre die Figuren des sel. Albertus und des heil.Thomas von Aquin.

3) Vgl. Zierngtbl's Geschichte der Propste! Hainspach. S- 432.