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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Kapitel XXXVI.

volles Grabmal selbst mit der preisenden Grabschrist, durch ein Glas-gemälde und durch eine Wandtafel gefeiert wurde, haben wir schonfrüher erzählt.

In dem daran anstoßenden Kloster der Prcdigerbrüder zu Köln zeigteman aber bis zum Anfang nnsers Jahrhunderts die beiden Zellen,welche der Meister Albertus und sein geliebter Schüler Thomas vonAqnino inne hatten '). Später waren diese Zellen übrigens durch diebeiden Wcihbischöfe von Walenbnrg in eine Kapelle verwandelt wor-den, in der jährlich Gottesdienst gefeiert ward.

Doch noch kostbarere Reliquien, weil Reliquien seines Geistes, be-saß jenes Kloster von Albertus mit Stolz bis in die spätere Zeit, näm-lich die eigene Handschrift des Meisters von seinem Kommentar zuMatthäus und von seinem Buche über die Thiere. Während aber letz-tere Schrift in der Zeit der Zerstörung des Klosters verloren ging,ist der Kommentar durch das nicht genug zu preisende Verdienst desProfessors Wallraf gerettet und im städtischen Archiv zu Köln aufbe-wahrt Es ist ein prächtiger Pergamentband in Quart, der 251 Sei-ten umfaßt. Am Beginn lesen wir die von andrer Hand geschriebenenWorte:Albertus Magnus hat dieses Buch mit eigener Hand oderFeder geschrieben Die Handschrift ist selber mit großer Sauber-keit, Sorgfalt, Festigkeit und Lesbarkeit geschrieben, nur die zweiteHälfte scheint mit größerer Flüchtigkeit ausgeführt. Um eine An-schauung von der Schriftweise des Albertus zu geben, habe ich einigeWorte in genauer Pause ausgenommen und führe sie hier vor. Beider Erklärung des Evangeliums vom Zöllner und Pharisäer erklärt erdas Wort Uulllicunus so, daß er sagt: UirWoanus elloitur u puiblioo;quin illi, qui pulllieis trillutis pu'usorunt, lliookautur pullllicuiü. Dieersten Worte schreibt er nun also:

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Von Interesse ist auch der Ledereinband des kostbaren Werkes,

1) Nach Bianco. Es ist dieses eine Analogie zu den Ruhebänken und Alleenim Nymphäum bei Mieza, wo Aristoteles und sein großer Schüler Alexander geruhtund gelustwandelt hatten, und die noch spät gezeigt wurden. Vgl. das Leben Ale-xander's bei Plutarch eap. 7.

2) Durch die besondre Güte des Herrn Archivars v. Fuchs und des Hrn. Justiz-raths Haafi wurde mir die Einsichtnahme von dieser interessanten Handschrift des Al-bertus in Köln ermöglicht.

3) Albertus inaANU8 Iiune eoäieem proprio suo äigsito sive oalsmo oon-seripsit.