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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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259
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Verherrlichung des Albertus nach dem Tode. 259

Er hatte also wunderbarer Weise noch im Grabe die Stellung ange-nommen, die ihm im Leben die thcnerste und gewöhnlichste gewesen."So berichtet Rudolph nach dem Zeugnisse des Eremiten Hieronymusvon St. Paul, der jener Translation beigewohnt hatte.

Wann diese erste Oeffnnng des Grabes geschehen, ist nicht genauzu bestimmen. Während Rudolph meint, sie habe etwa drei Jahre nachdem Tode des Seligen stattgefnnden, sagt Valeolctanus '), lange Zeitnach der Begräbniß, so daß Echard vermuthet, sie sei erst im vierzehn-ten Jahrhunderte geschehen. Wir sehen aus diesem Berichte jeden-falls, wie lange der Ban des Dominikanerchores gewährt habe, waswohl auf dessen Großartigkeit und Formenfülle schließen läßt.

Das sich offenbarende Wunder war bei dieser Translation, daßder Leichnam nach so langer Zeit noch von der Verwesung nicht ergrif-fen war, sondern Wohlgcruch ansathmete.

Die Predigerbrndcr lobten Gott bei diesem Anblicke und legtenden Leib, das Werkzeug des heiligen Geistes, mit aller Andacht sammtden Pontificalkleidcrn wieder in den Sarg und diesen an die Stelle,wo sie eine eigne Höhlung hatten ausmauern lassen ^). Jetzt erstwurde also der steinerne Sarg geschaffen, in dem man später den Sar-kophag von Holz sammt der Leiche fand. Dieser Sarg wurde nun ineinem eignen Grabgemach vor dem Hochaltäre beigesctzt.

Sv trug diese Transferirnng seines Leibes mächtig zur Verherr-lichung des seligen Dieners Gottes bei. Aber schon vorher, näm-lich bald nach seinem Tode hatten fromme Seelen erzählt, einen Ein-blick in die Wohnungen der Seligen gehabt zu haben, wobei ihnen dieGlorie des Albertus da oben offenbar wurde.

Bruder Gottfried von Duisburg, der Gefährte und Beichtvater desseligen Albertus, betete nach dem Tode des ehrwürdigen Vaters unterFasten und Thränen mit beständigem Flehen für seine Seele zum Herrn.Da er nun nach der Matntin in der Kirche betete und wachte, er-schien ihm Albertus mit wunderbarem Glanze und mit den prachtvoll-sten Pontificalkleidern angethan; auf dem Haupte hatte er eine Bischofs-

dcuten zu können, da suxiuus rückwärtdgebeugt heiße. Offenbar ist gemeint, daß dieLeiche umgewendet gewesen, so daß sie betend schien.

1) 8oi'jpt. Orä. t?r. I. 170. Valleol. eap. 11 weit, toiiA» tomxore P 08 t sepul-turam taota est.

2t Rudolph.

3) Prussia sagt: 8oeiu8 ct iui»i8te>'. S. 322.Rudolph.

Die Erzählung bei Prussia und

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