236 Kapitel XXXIV.
wurde aber eine Steinplatte gelegt mit der lateinischen Inschrift: ImJahre des Herrn iVILdXXX am 15. November starb der ehrwürdigeHerr Bruder Albert, ehemaliger Bischof von Rcgcnsburg, vom Predi-gerorden, Lehrer der Theologie. Er ruhe im Frieden. Amen Z.
Daß in dem Mittclfenstcr des Chores jener Kirche auch das Por-trät unsers Meisters neben dem des Erzbischofs Sigfried als Glasge-mälde angebracht wurde, haben wir oben schon berichtet.
Endlich wurde noch eine Holztafel bei seinem Grabmale anfge-haugen mit lobpreisenden Verseng, die eine Verbindung des Reimesder Zeilen mit der leoninischcn Form zeigen. Sie lauten- in deut-scher Uebersetznng also:
Der Phönix unter den Lehrern,der Unvergleichliche, der Fürstder Philosophen, Las Gesäß,das die Sätze heiliger Wissenschaftausgoß, Albert liegt hier,ruhmreich auf dem ganzen Erdkreis,beredt vor Allen, als sicherer Streiterin der Disputirkunst erfunden,größer als Plato, kaum minder alsSalomon. Füge ihn bei, v Christus,der glücklichen Schaar deiner Heiligen.
Zwanzig Jahre vor 1300 der Geburt Christiverließ er das Gefängniß des Körpers,
1) Vgl. v. Bianco a. a. O. S. 34. Xnno äomini N60DXXX. XVII 6al.Doeemvris ovüt vensravilis Dominus Drater Xlbertus Huonckarn Doeles. Ratis-xonnensis Dpise. Orck. Draeck. Magister in Dtreologia. Reaniesoat in kaee.Xmen.
2) Rudolph gibt sie also:
Die letzten beiden Verse hat Rudolph nicht mehr, wohl aber Prusfla. Was beidelesen: Omne, xstenäo äeum, ist mir übrigens verdächtig.