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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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255
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Der sei. Albertus endet das Lehramt. Sein Tod. 255

wohl vor dessen Angesicht voll Jnbel: Wie wir's gehört, so sahenwir's in Gottes Stadls!

Es war an einem Freitage, am 15. November des Jahres 1280,im siebenten Jahre der Regierung des Königs Rudolph von Habs-bnrg, im vierundsechzigsten Jahre der Bestättigung des Ordens, sechsJahre und acht Monate nach dem Tode des hl. Thomas von Agnin,als Albertus starb, als diese Sonne der Philosophie der ganzen Chri-stenheit unterging ^). Er hatte ein Alter von 87 Jahren erreicht.

Der Leichnam des Hohenpriesters wurde im bischöflichen Gewändein einen hölzernen Sarg gelegt und im Beiseyn aller Conventualender Kirchen des heiligen Köln und in würdiger Prozession, der auchder erlauchte Erzbischof Sigfried, viele Adelige und eine Menge Vol-kes 3) beiwohnten, im Chor der Klosterkirche zum heiligen Kreuz vordem Hochaltar beigesetzt. Unter allgemeiner Trauer und Klage ge-schah dieses Werk und darauf wurde ein ansehnlicher Leichengottesdienstgefeiert ^).

Die Kirche von Regensbnrg, deren Oberhirte der große Manngewesen, wollte den Leichnam in heiliger Liebe und Verehrung für sichin Anspruch nehmen und sandte sogleich Abgeordnete nach Köln ').Aber die Brüder zu Köln ließen sich diesen kostbaren Schatz nichtrauben und sandten nur eine bedeutende Reliquie (extn, die Einge-weide?) nach Regensburg, wo sie hinter dem Hochaltäre in der Kathe-drale von St. Peter soll beigesetzt sehn °).

Ueber das Grab des seligen Meisters in der Kirche zu Köln

1) Rudolph.

2) Rudolph. Prussia sagt: Oonsummatis vitae use annis oeioginta septcm,gsioriosus senex in eolia sua secisnclo super soäile, eireumstantibus euintridus ae orantidus udertimguo üontidus, in Ooloniensi evnventu kelieitor in Do-mino odäorniivit. U. 304.

3) Rudolph. Vgl. auch ITeur^ Inst. eoel. lid. 87, p. 303.

4) Rudolph. Er mahut hiebei wieder Alle, sich der Thräueu beim Tode berühm-ter Männer nicht zu schämen, da die heilige Schrift selbst den Moses, den Josua,Josias und Judas den Machabäer mit klagendem Schmerze preist.

5) Vgl. h'Isur^ I. e.

6) Rudolph- Auch rvintmiin Laerarium ^.gaippenso p. 172 und v. Bianco,Geschichte der Universität Köln t, S- 34. Uebrigens war damals in Negensburgder Neubau des Chors der Kathedrale schon so weit fortgeschritten, daß jene Bei-setzung im neuen Chore geschehen konnte. War ja doch schon i. I. 1276 durch Bi-schof Leo die (provisorische) Einweihung des Chores geschehen. Vgl. Schuegraf, Ge-schichte des Doms von Negensburg I, S. 78.